Wenn kleine Jungs Rennwagen vergleichen, dann schmettern sie sich PS-Zahlen, Beschleunigungswerte und Topspeeds um die Ohren. Früher mithilfe des Autoquartetts, heute in Internetforen oder bei Videospielen.
Wenn „sport auto“, das renommierte Fachmagazin für ambitionierte Autofahrer, wissen will, welcher Wagen der bessere ist, dann gehen die Redakteure dorthin, wo es wirklich zählt: auf die Rennstrecke.
Am liebsten führen die Tester dabei solche Fahrzeuge aus, die echte Rennsport-Gene in sich tragen und erst bei der Ausfahrt aus der Boxengasse beginnen, ihr wahres Potenzial zu zeigen. So wie der Clio Renault Sport in der Cup-Version, der beispielsweise in der Tourenwagen-Rennserie ADAC-Procar oder in der Langstreckenmeisterschaft auf der Nürburgring-Nordschleife reihenweise Klassensiege gegen stärkere Konkurrenten holt und professionellen Rennsport für überschaubare Budgets ermöglicht.
Weil Tracktests – also Probefahrten auf der Rennstrecke – ohne angemessenen Gegner langweilig sind, stellte „sport auto“ dem Renault einen Seat Ibiza Cupra R gegenüber. Warum diese beiden? Weil andere „Kompakte“ wie Golf GTI oder Mazda 3 aus Sicht der rennfahrenden Redakteurin Anja Wassertheurer zu teuer, zu groß oder zu schwer sind. „Da ist der Auftritt wahrhaft kompakter Vier-Meter-Sportler wie Clio RS Cup oder Seat Ibiza Cupra R durchaus erfrischend“, findet sie.
Dabei spricht die Redakteurin besonders das „schnörkellose“ Konzept des vom Clio Renault Sport 2.0 16V abgeleiteten Cup-Renners an: „Ein sauber abgestimmter Unterbau, eine zupackende und standfeste Bremsanlage, ein passgenau übersetztes Getriebe und exzellente Sitze.“ Letztlich entscheidet im Rennsport aber die Stoppuhr. Und die sagt mit den Worten von Anja Wassertheurer: „Mit 1.19,4 Sekunden auf dem Kleinen Kurs firmiert der Clio Sport Cup in Hockenheim als Klassenprimus.“



