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Freundlich, praktisch, emissionsfrei*

Wie sieht die elektrisch angetriebene Zukunft der Mobilität aus? Die „Auto Zeitung“ hat einen Blick nach vorne gewagt – und den Renault Frendzy ausprobiert. Mit der futuristischen Minivan-Studie hat der französische Automobilspezialist auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) für Aufsehen gesorgt und das Interesse der in Köln beheimateten Motor-journalisten geweckt.

 

Dabei war es nicht der lokal emissionsfreie Z.E.-Motor* alleine, der Redakteur Jürgen Voigt begeisterte. „Frendzy verfügt über einen reinen Elektroantrieb“, erläutert der Diplom-Ingenieur, „bemerkenswerter sind jedoch einige clevere Ideen, die das Kangoo-Format so mitbringt.“ Dies, so der Auto Zeitung-Tester, beginnt bereits bei der Wandelbarkeit des Conceptcars: „Der Allrounder passt sich seinem Einsatzzweck an“, staunt Voigt. „Vom Familienfahrzeug zum gewerblichen Kleintransporter und umgekehrt.“ So erleichtert die hintere Schiebetür das Einsteigen in engen Parklücken, während die linke Fahr-zeugseite mit ihren beiden gegenläufig aufschwingenden Türen ganz ohne B-Säule auskommt. „Praktisch zum Einladen sperri-ger Dinge“, findet der Autokenner.

 

Auch die Flexibilität des Innenraums überzeugt den Journalis-ten. Dies zeigt sich exemplarisch bereits in Form der Rückbank: Wird sie mit einem Griff im komplett mit Eichenholz ausgelegten Fahrzeugboden versenkt, wechselt die Beleuchtung des Innenraums von Orange in Grün und die Außenspiegel schwenken von der Waagerechten in eine senkrechte Position. „Frendzy ist jetzt nicht mehr Familienkutsche, sondern hart arbeitender Spediteur“, umschreibt Voigt die clevere Idee und freut sich gleich über einen anderen Geniestreich, der Transporteuren das Tagwerk vereinfacht: „Passend dazu akti-vieren sich nach Öffnen der zweiteiligen Heckklappe die Sen-soren zur Erkennung von Funk-Etiketten. So lassen sich ein- und ausgeladene Frachtstücke identifizieren und automatisch nachverfolgen.“ Track-and-Trace heißt dieses System übrigens in der Logistikbranche …

Witzige Lösungen findet der Auto Zeitung-Profi auch auf Seiten der Karosserie. „Statt der hinteren rechten Seitenscheibe hat Frendzy ein Farbdisplay, zum Beispiel für Werbebotschaften“, staunt der Leitende Redakteur, „innen hingegen eine Tafel, auf der sich die lieben Kleinen per Kreidestriche verewigen dürfen.“

Moderne Kommunikations-Technologien gehen heute und erst recht in Zukunft weit über das gute alte Autoradio hinaus. Die IAA-Studie von Renault stellt auch diesbezüglich neue Weichen. „Navigation und Kommunikation übernimmt ein andockbarer Tablet-PC“, berichtet Voigt den Lesern der Anfang November erschienenen Ausgabe 24/2011. „Clever ist auch das individuelle Reichweitendisplay, das zeigt, ob die Batterieladung noch für den Besuch bei Oma oder nur bis zum nächsten Supermarkt reicht.“

Aber kann das Ausstellungsstück auch fahren? Auf jeden Fall, attestiert der Testprofi: „recht flink sogar.“ Große Chancen, dass der Renault Frendzy eines Tages mit Preisschild in der Schaufensterscheibe beim Händler steht, rechnet sich Jürgen Voigt nicht aus: „Er ist ja nur eine Studie und wird es auch bleiben, selbst wenn er voller guter Ideen steckt.“

*Z.E. – Zero Emission - Keine Emissionen im Fahrbetrieb

(Stand 12/2011, Irrtümer vorbehalten)

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