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Renault investiert in Geräuschkomfort.

Er brummt, kreischt oder heult auf, im besten Fall nimmt man ihn jedoch kaum wahr: den Motor. Speziell für die Geräusche und Vibrationen, die das Aggregat nach außen und innen aussendet, hat Renault ein neues Labor zur Akustik- und Schwingungsanalyse im Technikzentrum von Lardy eingerichtet. Insgesamt 25 Millionen Euro investierte Renault in die neue Entwicklungsabteilung, die eng mit den bereits bestehenden NVH-Zentren im Werk Cléon und dem Renault Technikzentrum Rueil zusammenarbeitet. Die Abkürzung NVH steht dabei für Noise, Vibration und Harshness – also Geräusche, Vibrationen und Laufkultur.


Eine Besonderheit des neuen, in Europa einzigartigen Prüfstands: Hier können die Fahrzeugentwickler bereits in einem besonders frühen Stadium und ohne unnötige Verzögerungen die Motoren- und Getriebegeräusche eines Modells testen. Mit Hilfe von überlagernden Gegenschwingungen eliminiert der neue Prüfstand seine eigenen Geräuschemissionen und erlaubt dadurch eine vollkommen störungsfreie Messung. Völlig geräuschlos kann natürlich kein Motor arbeiten, deshalb ist es besonders wichtig, dass er gut „klingt“. Das neue Labor hilft den Ingenieuren, eine „Klang-Identität“ für sämtliche Aggregate der Renault Produktpalette zu entwickeln. Daneben besteht die Aufgabe der über 80 in Lardy beschäftigten Akustik-Spezialisten darin, Schallquellen und Vibrationen präzise zu erfassen, um Maßnahmen zur Geräuschminimierung zu entwickeln. Dafür stehen auf einer Fläche von 6.000 Quadratmetern besondere Räumlichkeiten zur Verfügung. Unter anderem ein spezieller, auf Gummiblocks gelagerter Raum, der nur einem Zweck dient: dem Hören. Dieser Ort ist zudem vom restlichen Gebäudekomplex abgetrennt, so dass sich die Ingenieure ohne störende Nebengeräusche „in Ruhe“ ihrer Arbeit widmen können.


Die intensive Forschungsarbeit von Renault auf dem Gebiet der Akustik trägt Früchte: Sein angenehmer Sound bescherte zum Beispiel dem Oberklassemodell Renault Vel Satis 2001 den Preis „Golden Decibel“ in der Kategorie „Produkte und neue Technologien“. Das jüngste Kind der Renault Familie, der neue Clio, überzeugt ebenfalls in Sachen Geräuschkomfort. Besondere Aufmerksamkeit widmeten die Geräuschspezialisten in der Entwicklungsphase der Fahrzeugstruktur. Ihre besonders steife Auslegung in Verbindung mit einzelnen Dämpfungspunkten hilft Motoren-, Getriebe- und Fahrwerksgeräusche herauszufiltern. Dank der Voreinspritzung – die für eine weichere Verbrennung sorgt – konnte bei den dCi-Modellen das dieseltypische „Nageln“ eliminiert werden. Eine andere wesentliche Innovation, die ebenfalls im Renault Clio zum Einsatz kommt, ist das Zweimassen-Schwungrad (ZMS), das viele Schwingungen des Motors isoliert. Dabei ist die mit der Kurbelwelle verschraubte Schwungscheibe in zwei gegeneinander gefederte Massen geteilt. Der Effekt: Das ZMS gleicht Leerlaufschwankungen aus, die sonst als Brummen im Fahrgastraum ankommen. Außerdem werden die Lastwechselreaktionen beim Gasgeben oder -wegnehmen soweit vermindert, dass das bekannte Ruckeln weitgehend ausbleibt. Ob Oberklasselimousine oder Kompaktwagen – ruhiges Dahingleiten zählt für Renault Kunden zu den Annehmlichkeiten des Autofahrens.

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