Auf den ersten Blick ähnelt der Egeus einem attraktiven Coupé – elegant, mit zum Heck ansteigenden Linien und rundlichem Dach. In Wirklichkeit versteckt sich hinter der Aufsehen erregenden Studie aber ein so genanntes Sports Utility Vehicle (SUV), also ein sportliches Freizeitfahrzeug. Kurze Überhänge vorne wie hinten, 22-Zoll-Räder und permanenter Allradantrieb unterstreichen die Offroad-Ambitionen des auf der IAA 2005 in Frankfurt vorgestellten Viertürers deutlich. Dröges Geländewagen-Einerlei findet sich auch nicht im Interieur des Concept Cars: Luxuriöser, limousinenartiger Komfort dominiert den mit Einzelsitzen bestückten, überaus geräumigen Innenraum des Egeus.
Als logische Fortsetzung der Studien Wind und Fluence präsentiert sich das Design des ungewöhnlichen Ausstellungsstücks mit harmonischen und wenig aggressiven Formen, wirkt aber zugleich kraftvoll und dynamisch. Deutlich erkennbare Lufteinlässe und die großen Scheinwerfer prägen die Vorderansicht des Egeus. Der Verzicht auf einen Kühlergrill rundet die elegante Front des Concept Cars ab.
Die Flanken werden durch zwei gebogene Linien profiliert und durch coupétypische Markenzeichen wie eine abfallende, rundliche Dachlinie sowie sanfte Übergänge ergänzt. Die Heckansicht des Freizeitsportlers steht ganz im Zeichen der gewaltigen Rückscheibe, die zusammen mit dem kuppelförmigen Glasdach viel Licht ins Innere lässt – ein weiteres markantes Merkmal der Studie von Renault.
Die großen Glasflächen verbinden die positiven Eigenschaften eines Cabrios mit denen einer Limousine: Die Passagiere des Egeus können bei Sonnenschein den Open-Air-Charakter des SUV ausnutzen, bleiben bei Regen aber vor Nässe geschützt. Das revolutionäre Interieur ähnelt dem einer Oberklasselimousine. Es zeichnet sich durch edle Werkstoffe und eine harmonische Farbgebung aus. Als eines der Highlights des Cockpits gelten die vier Einzelsitze: Sie sind zur Seite drehbar und erleichtern dadurch den Einstieg. Der Verzicht auf eine B-Säule in Kombination mit hinten angeschlagenen Hecktüren verbessert den Zugang zum Fond deutlich.
Bei der Gestaltung der Studie standen laut Patrick le Quément, dem Designvorstand von Renault, „das Wohlbefinden der Insassen und die Kulisse außerhalb des Fahrzeugs im Mittelpunkt“. Aus dieser Perspektive entstand die Idee des mediterranen Flairs im Interieur, die sich in prägnanten Details widerspiegelt: So ähnelt das Armaturenbrett beispielsweise der Form eines Rochens und das in weichen Gelb- und Rottönen gehaltene Dekor der Ledersitze an einen Sonnenuntergang. Zudem versprühen Blautöne im Innenraum sowie die Wagenfarbe „Cythère“-Blau maritimen Charme.
In Kontrast zu dieser Nostalgie stehen gleich mehrere High-Tech-Features: Via GPS-Navigationssystem, das im sowohl analogen als auch digitalen Tachometer untergebracht ist, wird eine vorgeschlagene Richtgeschwindigkeit angegeben. Bei aktiviertem Offroad-Modus zeigt ein weiteres Instrument die Neigung des Fahrzeugs an und schützt so vor Überschlägen.
Für zügiges Vorankommen on- wie offroad sorgt ein längs eingebauter Dreiliter-V6-Motor. Das innovative Dieseltriebwerk mit Partikelfilter leistet 250 PS und erfüllt die Euro 4-Abgasnorm. Mit Hilfe eines Siebengang-Automatikgetriebes inklusive Impulsschaltung treibt der Motor alle vier Räder an und sorgt so für höchsten Fahrkomfort.






