Mit dem Renault Frendzy, der seine Publikumspremiere auf der IAA in Frankfurt (15. bis 25. September 2011) feiern wird, präsentiert der französische Autohersteller einen Ausblick auf den Elektro-Transporter der Zukunft. Der 4,09 Meter lange Stromer wird von einem 44 kW/60 PS starken Elektromotor angetrieben, der den Transporter auf bis zu 130 km/h beschleunigt und lokal emissionsfreies Fahren ermöglicht. Der besonders umweltfreundliche Elektro-Antriebsstrang ist mit dem des Renault Kangoo Z.E. identisch, der Ende 2011 in Serie gehen wird. Der Frendzy wartet mit vielen überraschenden Detaillösungen auf. Der Verzicht auf eine B-Säule sorgt ebenso für ein leichtes Be- und Entladen wie die Schiebetür auf der Beifahrerseite und die beiden gegenläufig öffnenden Türen auf der Fahrerseite.
Der praktische Stadtlieferwagen für Gewerbetreibende reiht sich ein in die Riege jener Konzeptfahrzeuge, mit denen Renault die neue Designsprache künftiger Modelle aufzeigt: DeZir, CAPTUR und R-Space. Zentrales Merkmal ist der Rhombus, das klassische Logo von Renault. Wie die übrigen drei Studien trägt es der Frendzy mutig und selbstbewusst in der Front. Darunter verbirgt sich die Ladevorrichtung für die Lithium-Ionen-Batterien. Diese verfügen über eine Kapazität von 22 kWh und ermöglichen eine Reichweite von bis zu 170 Kilometern.
Die Idee hinter den vier Studien, die das Renault Designteam um Chefgestalter Laurens van den Acker kreierte: DeZir, CAPTUR, R-Space und nun auch der neue Frendzy stellen jeweils eine perfekte Mobilitätslösung für eine bestimmte Lebensphase dar. Während das sinnlich geformte, tiefrote Coupé DeZir die Liebe und damit den Beginn des Lebens und das Erwachsenwerden darstellt, spiegelt der Renault Captur jene Lebensphase wieder, in der ein Paar gemeinsam die Welt entdecken und erobern will. Der R-Space indes, ein so genanntes Multi Purpose Vehicle (MPV) oder Vielzweckfahrzeug, ist das ideale Automobil für die junge Familie. Das neue „Familienmitglied“, der elektrisch betriebene Renault Frendzy, steht für die nächste Phase des Lebenslaufs bereit. Er schlüpft in die Rolle des gewerblich genutzten Transporters, der bei Bedarf auch als trendiges Familienauto dient. Als besonders vielseitiges Fahrzeug ist er die perfekte Verbindung zwischen Berufs- und Privatleben.


Die Abteilung von van den Acker hat sich für den Frendzy etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Ein so genanntes asymmetrisches Design, bei dem sich Fahrer- und Beifahrerseite voneinander unterscheiden. „Um die zwei Rollen dieses Fahrzeugs zum Ausdruck zu bringen, war das Konzept eines asymmetrischen Fahrzeugaufbaus die beste Lösung“, erklärt Deyan Denkov, der für das Exterieurdesign verantwortlich zeichnet.
Während die Beifahrerseite die Arbeitswelt repräsentiert, steht die Fahrerseite für den familiären Aspekt. In dieser Funktion dient die Studie als Auto für die ganze Familie – inklusive eines komfortablen Beifahrersitzes sowie einer breiten Rückbank. Hier können die mitreisenden Kinder über einen im Fahrersitz installierten Touchscreen Filme ansehen oder auf einer in die praktische seitliche Schiebetür integrierten Maltafel ihr künstlerisches Geschick entwickeln.
In der Arbeitswelt spielt der Frendzy seine Stärken ebenso gekonnt aus wie als Familienfahrzeug. Auf der Beifahrerseite integrierten die Designer einen 37-Zoll großen Bildschirm. Auf diesem kann der Fahrer seine Umwelt mit nützlichen Nachrichten und Informationen versorgen – so zum Beispiel „Bin in fünf Minuten zurück“ oder „Lieferfahrzeug“. Alternativ informiert der Bildschirm über den aktuellen Ladezustand der Lithium-Ionen-Batterie oder kann als Werbefläche genutzt werden. Dank des Gepäckraumvolumens von bis zu 2.250 Litern und des modularen Beladekonzepts ist der Transport auch von großen Kisten kein Problem. Das aus einem festen, aber dennoch flexiblen Gewebe bestehende Dach passt sich der Form sperriger Güter perfekt an. Ersatzteile, Werkzeuge und sperrige Ladung müssen nicht aufwendig verzurrt werden, sondern sind über Magneten am Ladeboden gesichert. Der besondere Clou des Frendzy: Sensoren in den Türschwellern lesen den RFID-Code (Radio Frequency IDentification) der transportierten Pakete mit Lieferadresse, Gewicht und Abmessungen aus. Dies erlaubt Unternehmern eine optimale und effiziente Routenplanung.
Das Cockpit wartet ebenfalls mit einigen Überraschungen auf. Auf der Fahrerseite erinnert das Armaturenbrett an eine futuristisch gestaltete Werkbank aus geschmolzenem Metall. Daneben sorgen großflächige Holzintarsien für ein wohnliches Ambiente. Der Frendzy bietet seinen bis zu vier Passagieren rundum eine gemütliche Atmosphäre. „Auf dem Armaturenbrett und in den hinteren Türen sorgen organisch geformte ‚Rezeptoren’ dafür, dass Accessoires ganz einfach eingesteckt werden können“, erklärt Innenraumdesignerin Ana Zadnik. Dank des integrierten, neuen BlackBerry® PlayBook™ verwandelt sich der Renault Frendzy auf Wunsch in ein Büro auf Rädern. Zudem kann der Fahrer über den sieben Zoll großen Touchscreen beispielsweise den externen Monitor nach Belieben steuern, sobald das PlayBook™ im Fahrzeug angedockt wurde.
Wird der Renault Frendzy im „Arbeitsmodus“ genutzt, erstrahlt das Interieur in einer grünen Beleuchtung. Im „Familienmodus“ hingegen kommt eine warme, orangefarbene Illuminierung zum Einsatz. Auch von außen ist anhand der Beleuchtung rund um Scheinwerfer und Rücklichter erkennbar, welchem Einsatzzweck der trendige E-Transporter gerade dient.
Für den Frendzy entwickelte Renault gemeinsam mit dem Institut IRCAM (Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique) einen speziellen Sound, der andere Verkehrsteilnehmer vor dem fast geräuschlosen Elektroauto warnt. Dabei unterscheidet sich die Klangkulisse im „Berufsmodus“ von der im „Familienmodus“: „Um den Sound so informativ wie möglich zu gestalten, variiert er je nach Fahrgeschwindigkeit. Bei starker Beschleunigung wird der Klang heller und erinnert an einen Atemhauch. Beim Bremsen kommt eine Komponente hinzu, die den Wind simuliert“, erklärt Komponist Andrea Cera, der die Akustik für den Frendzy kreierte.
„Mit dem Frendzy setzt Renault die 2010 mit dem DeZir begonnene Designstrategie konsequent fort. Die Studie vereint das jahrzehntelange Know-how von Renault bei leichten Nutzfahrzeugen mit innovativen Merkmalen, die das Privat- und Familienleben erleichtern“, erklärt Renault Chefdesigner Laurens van den Acker. Schließlich zählt der französische Autohersteller in diesem Fahrzeugsegment seit Jahrzehnten zu den Marktführern. Der Frendzy schlägt die Brücke in die Zukunft und hat fraglos das Zeug, in die Fußstapfen von Transporter-Ikonen wie Renault Colorale, R4 Fourgonette und Kangoo Rapid zu treten.
(Stand 07/2011, Irrtümer vorbehalten)

