Sport

Renault wieder Weltmeister mit Vettel und Red Bull Racing

Eigentlich war die gesamte Saison 2011 eine Triumphfahrt für Sebastian Vettel, Red Bull Racing und Renault. Aber gefeiert wird in der gnadenlosen Wettbewerbs-Welt der Formel 1 aus gutem Grund erst, wenn auch rechnerisch alles in trockenen Tüchern ist.

Genau diese „letzte Meile“ zum Titel absolvierten Vettel und sein Team mit einem fantastischen „Doppelschlag“ bei den beiden Asien-Grand Prix. Kapitel 1: Auf der anspruchsvollen Rennstrecke von Suzuka ging der deutsche Champion (wieder einmal) von der Pole Position ins Rennen. Und obwohl ihm nach den bisherigen Siegesserien eine „Spazierfahrt“ im Mittelfeld zum Titelgewinn gereicht hätte, zählte für den Heppenheimer auch in Japan nur die Spitze.

Trotz seiner Titelchancen ging er einem beinharten Zweikampf mit seinem schärfsten Widersacher, McLaren-Pilot Jenson Button, nicht aus dem Weg und führte das Rennen an. Erst der größere Reifenverschleiß bremste seinen Vorwärtsdrang – Buttons Gummiwalzen hielten auf dem japanischen Asphalt den entscheidenden Hauch länger. Mit gelungener Boxenstrategie zogen der Brite und Fernando Alonso an Vettel vorbei. Der begnügte sich letztlich mit Rang drei hinter den beiden Ex-Weltmeistern – mehr als ausreichend, um bereits vier Rennen vor Saisonschluss als alter und neuer Champion* festzustehen.

Alle Saisonziele erreicht? Von wegen – es wartete noch Kapitel 2: Nur eine Woche später hatte Red Bull Racing in Südkorea den ersten Matchball zur Konstrukteurs-Weltmeisterschaft. Vettel und Teamkollege Mark Webber legten mit den Startplätzen zwei und vier eine gute Grundlage. Doch Renault und der ehrgeizige Rennstall des Getränkegiganten kennen nur einen wirklich würdigen Weg zum WM-Titel – einen weiteren Grand Prix-Sieg. Wie gut, dass sie Sebastian Vettel hinterm Steuer und den RS27-Motor im Heck haben.

Der Deutsche kämpfte sich gleich nach dem Start entschlossen an Pole-Sitter Lewis Hamilton vorbei und zog unwiderstehlich davon. Trotz Safety Car-Phase ließ er sich den zehnten Saisonsieg nicht mehr nehmen. Mark Webber steuerte mit dem dritten Platz die restlichen Punkte zum endgültigen WM-Sieg in der Hersteller-Wertung bei. Der Rest war überschäumender Jubel – Red Bull Racing gewinnt mit Renault zum zweiten Mal in Folge den Konstrukteurs-Titel. Die sprichwörtlichen trockenen Tücher wurden angesichts der endlosen Champagner-Duschen schnell wieder feucht …

Renault knüpft mit dieser neuen Erfolgs-Ära** an die eigene große Tradition an: 1992 gewann die französische Marke mit Williams erstmals den Konstrukteurs-Titel, Nigel Mansell wurde im Williams-Renault überlegen Fahrerweltmeister. Im Jahr darauf wiederholte das Gespann diesen Erfolg, diesmal mit Alain Prost als Chauffeur. Auch 1994 ging der Hersteller-Titel an Williams-Renault; 1995 holte Benetton-Renault mit Michael Schumacher sowohl Fahrer- als auch Konstrukteurs-Weltmeisterschaft. 1996 und 1997 sorgte Williams-Renault für klare Verhältnisse: zwei Titel für das Team und je einer für die Champions Damon Hill und Jacques Villeneuve. 2005 und 2006 ließ der blutjunge Fernando Alonso das Renault F1 Team jubeln: Die gelb-blaue Werksmannschaft gewann zweimal in Folge beide Titel. 2010 schließlich krönten Red Bull Racing und Renault ihre Zusammenarbeit mit Weltmeistertiteln für den Fahrer (Sebastian Vettel) und das Team (Red Bull Racing Renault).

Der vorzeitige Doppel-Erfolg 2011 ist für Renault damit bereits der zehnte Konstrukteurs-Weltmeistertitel und der neunte Fahrer-Weltmeistertitel. Kein Wunder, dass die Renault Motoren für 2012 noch begehrter sind als je zuvor.

*vorbehaltlich der Bestätigung durch den Automobil-Weltverband FIA

**Quelle: FIA (Stand 10/2011, Irrtümer vorbehalten)

Die Renault Sport Modelle

Facebook

Die Renault R.S. Monitor iPhone App