Sport

Weltmeister Vettel scheidet nach Reifenschaden aus

Formel 1-Weltmeister und Renault Starpilot Sebastian  Vettel ging beim GP von Abu Dhabi von der Pole Position ins Rennen. Doch der Deutsche hatte nach einem Reifenschaden bereits früh Feierabend. Sein Teamkollege Mark Webber wahrte sich mit Rang vier noch eine Chance auf den Vizeweltmeister-Titel.


Für Sebastian Vettel ist der Grand Prix von Abu Dhabi eigentlich ein perfektes Pflaster. Der Deutsche gewann hier in den beiden vergangenen Jahren und konnte sich 2010 mit Renault Power im Heck im Wüstenemirat zum jüngsten Formel 1-Weltmeister aller Zeiten küren. Im Qualifying am Samstag hatte der alte und neue Champion bereits den Grundstein für einen möglichen Hattrick gelegt. In letzter Sekunde brannte er mit seinem Red Bull-Renault die Bestzeit in den Asphalt und bewies damit einmal mehr seine Nervenstärke. Und mehr noch: Mit seiner 14. Pole Position in dieser Saison stellte der Heppenheimer den Rekord von Nigel Mansell aus dem Jahr 1992 ein – was sein Team dazu veranlasste, ihn als „Mister Mansell“ zu titulieren. Mark Webber stellte seinen RB7 in die zweite Startreihe. Die Lotus Renault GP Piloten Vitaly Petrov und Bruno Senna gingen von Startplatz zwölf und 14 ins Rennen. Team Lotus belegte mit Heikki Kovalainen und Jarno Trulli die Plätze 18 und 19.


Im Rennen am Sonntag gelang Vettel ein guter Start. Doch während des Zweikampfes mit seinem Kontrahenten Lewis Hamilton löste sich plötzlich der rechte Hinterreifen des Weltmeisters ohne Fremdeinwirkung in seine Einzelteile auf. Er schleppte sich als Letzter an die Box. Da die Radaufhängung ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde, musste der  24-Jährige Doppelweltmeister das Rennen jedoch vorzeitig aufgeben. Bernie Ecclestone ließ es sich kurz darauf nicht nehmen, Sebastian Vettel in der Box zu besuchen um dem Deutschen ein paar tröstende Worte zu spenden.


Der zweite Red Bull-Renault Fahrer Mark Webber setzte derweil Jenson Button im Kampf um Platz drei gehörig unter Druck. In der fünften Runde fuhr er die bis dato schnellste Runde des Rennens. Zehn Umläufe später war es dann so weit: Webber starete einen Überholversuch, wobei sich die beiden Boliden sogar berührten. Doch es reichte nicht ganz, um am Briten vorbeizugehen. Das nächste Manöver folgte bereits eine Runde später, doch der Weltmeister von 2009 konnte auch diesen Angriff abwehren. In Runde 19 kam Mark Webber dann in Führung liegend zu seinem ersten Boxenstopp, bei dem er einige Sekunden verlor und sich wieder auf Position fünf einreihte. Nun lieferte sich der Australier einen Kampf mit dem vor ihm fahrenden Felipe Massa und das Duo schloss zum Drittplatzierten Jenson Button auf. In der 30. Runde nutzte Mark Webber dann seine Chance und ging an Massa vorbei auf Rang vier. Wenig später konnte Massa jedoch aufgrund des verstellbaren Heckflügels DRS wieder den Red Bull-Piloten passiere.


In Runde 36 sahen die Zuschauer dann den zweiten Boxenstopp von Webber, der nach Plan verlief.


In der 37. Runde verhängte die Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe für Bruno Senna, weil er die blauen Flaggen missachtet hatte. Unterdessen trumpfte Mark Webber im 39. Umlauf erneut mit der schnellsten Rennrunde auf. Kurz darauf konnte er den vor ihm fahrenden Button mit einem sehenswerten Manöver überholen. Der Australier kämpfte sich weiter nach vorne und passierte in Runde 45 auch Nico Rosberg und glänzte mit zahlreichen Bestzeiten. Kurz vor Rennende musste der Australier noch einmal zum Reifenwechsel an die Box. Am Ende kam er nach einem ereignisreichen Rennen auf dem vierten Platz ins Ziel und sicherte sich damit noch die Chance auf den Vizeweltmeister-Titel beim letzten Rennen der Saison in Brasilien.


Vitaly Petrov beendete den Grand Prix von Abu Dhabi auf dem 13. Rang, Bruno Senna kam als 16. ins Ziel.  Heikki Kovalainen und Jarno Trulli sahen die Zielflagge als 17. respektive 18.


(Stand 11/2011, Irrtümer vorbehalten)

 

Die Renault Sport Modelle

Facebook

Die Renault R.S. Monitor iPhone App