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Vettel und Renault siegen auch bei Indien-Premiere

Am Wochenende der Zeitumstellung drehten auch beim Großen Preis von Indien viele Akteure am Zeiger. Doch einer von ihnen lief wie ein Uhrwerk: Sebastian Vettel ist und bleibt der überragende Akteur dieser Formel 1-Saison.


Wie alle Grand Prix-Piloten betrat auch der große Champion aus dem kleinen Heppenheim Neuland in Greater Noida. Schon nach den Trainings zum ersten Großen Preis von Indien waren zwei Dinge klar. Erstens: Der Buddh International Circuit in der Nähe der Hauptstadt Neu-Delhi ist technisch anspruchsvoll sowie für Fahrer und Fans sehr unterhaltsam. Und zweitens: Die Formel 1 wird in Indien begeistert empfangen. Denn der Subkontinent hat – für viele Europäer sicher überraschend – eine lange und lebendige Motorsport-Tradition. Und zumindest bei diesem Event sogar zwei Formel 1-Piloten. Bei Team Lotus – einem der Partner von Renault – bestritt der Inder Karun Chandhok das Training, bei HRT saß sein Landsmann Narain Karthikeyan am Steuer.


Am Samstag stellte Sebastian Vettel im Red Bull-Renault vor bestens gefüllten Tribünen den dritten Punkt klar: Der Weg zum Sieg bei diesem geschichtsträchtigen Rennen würde nur über ihn führen. Im Qualifying entschied der zweifache Weltmeister einen elektrisierenden Vierkampf für sich, bei dem Vettel und seine Rivalen Lewis Hamilton (McLaren), Mark Webber (Red Bull Racing) und Fernando Alonso (Ferrari) am Ende innerhalb von weniger als vier Zehntelsekunden lagen.


So nah ließ der Red Bull-Pilot die Gegner am Rennsonntag nicht mehr an sich heran. Mit einem perfekten Start ging er gleich in Front und setzte sich in seiner mittlerweile typischen Art und Weise schon in den ersten beiden Runden entscheidend von den Verfolgern ab. Wie das sprichwörtliche Uhrwerk drehte er seine Runden – bis kurz vor Schluss. Denn da erlaubte sich der 24-Jährige eine kleine Abweichung: Wieder einmal ließ er es sich nicht nehmen, im letzten Umlauf auch die schnellste Rennrunde zu drehen.


Während der schon als Weltmeister feststehende Deutsche dem Großen Preis von Indien nachdrücklich seinen Stempel aufdrückte, kämpfte Teamkollege Mark Webber um die Chance auf den Vize-Titel. Als Zweiter gestartet, fiel er am Start einen Rang zurück und hatte später Pech, als er mit frischen Reifen von einem Überrundeten aufgehalten wurde. Statt das Tempo seines Red Bull-Renault auszuspielen, musste er sich deswegen hinter Fernando Alonso einreihen – Rang vier für der Australier.


Brillant schlug sich Vitaly Petrov im R31 von Lotus Renault GP: Obwohl der Russe wegen einer Strafversetzung nur als 16. startete, lag er bis zur Zielflagge in Reichweite der Punkteränge. Am Ende reichte die starke Leistung für den undankbaren elften Platz – und viel Applaus.


Den Champagner aber verspritzte einmal mehr Sebastian Vettel. Der Champion bescherte Renault den 141. Sieg in der Königsklasse. Ein anderes Geschenk machte sich die Motorendivision Renault Sport F1 selbst. Auch im 17. von 19 Saisonläufen behielt Renault die weiße Weste –nach wie vor gilt für alle eingesetzten Triebwerke der Partnerteams: 100 Prozent Zuverlässigkeit!

 

(Stand 10/2011, Irrtümer vorbehalten)

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