Sport

Renault mit Red Bull erneut Weltmeister

Nach der Premiere im vergangenen Jahr war der Formel 1-Zirkus zum zweiten Mal zu Gast auf dem 5,615 Kilometer langen Grand Prix-Kurs von Yeongam in der koreanischen Region Südjeolla. Red Bull-Pilot Sebastian Vettel reiste als frisch gebackener Doppelweltmeister zum Korea International Circuit. Nach wie vor standen die Zeichen für den sympathischen Heppenheimer und seinen Teamkollegen Mark Webber auf Angriff, denn die beiden Red Bull-Piloten wollten in Korea auch den Gewinn der Markenweltmeisterschaft* in trockene Tücher bringen.

Erstmals seit dem Grand Prix von Deutschland im Juli stand nach dem Qualifying nicht Sebastian Vettel auf der Pole Position, sondern Lewis Hamilton im McLaren – eine Premiere, denn bei den übrigen 15 Saisonrennen war Startplatz eins stets für einen der beiden Red Bull-Piloten reserviert. Weltmeister Vettel ging in Korea von Rang zwei aus ins Rennen. Teamkollege Mark Webber startete von Position vier.


Der Korean International Circuit stellt an die Motoren besonders hohe Anforderungen. Im Fokus stehen hier neben einer guten Fahrbarkeit in den mittelschnellen und langsamen Kurven ein spontanes Ansprechverhalten beim Beschleunigen sowie eine hohe Spitzenleistung für die drei längeren Geraden. Der Renault RS27 im Heck des Red Bull RB7 präsentierte sich an diesem Wochenende erneut weltmeisterlich: Dank Renault Power im Heck setzte sich Sebastian Vettel bereits in Kurve drei an die Spitze des Feldes und verwies Lewis Hamilton auf Rang zwei. Der Heppenheimer führte zum 15. Mal in dieser Saison ein Rennen an und konnte sich kontinuierlich von seinen Konkurrenten absetzen. Die Führung sollte er bis ins Ziel nicht mehr abgeben.


Auch Mark Webber zeigte sich vom Start weg in hervorragender Verfassung. Der Australier erkämpfte sich bereits in Runde eins den dritten Platz. Damit legten die beiden Red Bull-Fahrer schon in den ersten Runden den Grundstein für eine erfolgreiche Titelverteidigung in der Markenweltmeisterschaft.


Kurz nach den ersten Boxenstopps musste nach einer Kollision zwischen Vitaly Petrov und Michael Schumacher das Safety Car auf die Strecke. Vettel büßte dadurch seinen Vorsprung ein, doch der 24-Jährige konnte sich bereits kurz nach dem Restart erneut von seinen Verfolgern absetzen und kontrollierte das Rennen in eindrucksvoller Weise. Dahinter musste sich Lewis Hamilton der Angriffe von Mark Webber erwehren. Der Red Bull-Pilot lieferte sich mit Hamilton über mehrere Runden ein packendes Duell, erkämpfte sich kurzzeitig sogar den zweiten Platz.


Am Ende hatte der McLaren-Pilot mit 0,4 Sekunden Vorsprung nur knapp die Nase vorn. Das Podium war dennoch fest in den Händen der beiden Red Bull-Piloten: Sebastian Vettel siegte am Ende mit über zwölf Sekunden Vorsprung und feierte seinen 20. Formel 1-Sieg. Damit ist der Deutsche in der Geschichte der Formel 1 erst der zweite Pilot, dem es gelang, zehn Saisonsiege einzufahren. Diese Statistik könnte der Heppenheimer in den verbleibenden drei Rennen sogar noch toppen. Ebenso beeindruckend ist die Formel 1-Erfolgsbilanz von Renault: Die französische Marke feierte ihren insgesamt 140. Sieg in der Königsklasse.


Beim Grand Prix von Korea zeigten auch die übrigen Renault Fahrer eine starke Leistung. Lotus Renault GP-Pilot Bruno Senna kämpfte sich von Startplatz 15 auf Rang 13 nach vorn. Die beiden Team Lotus-Fahrer Heikki Kovalainen (14.) und Jarno Trulli (17.) bestätigten mit konkurrenzfähigen Rundenzeiten den anhaltenden Aufwärtstrend.


Red Bull und Renault feierten beim Grand Prix von Korea nicht nur den zehnten Sieg in dieser Saison, sondern auch den zweiten gemeinsamen Markenweltmeister-Titel. Die Partnerschaft startete im Jahr 2007. Seither sorgten 25 Siege, zwei Fahrer- sowie zwei Markenweltmeister-Titel für eine beeindruckende Bilanz. In vier Jahren wuchs das Punktekonto bislang auf 1.262,5 Zähler an.


Sowohl in den Qualifying-Sessions als auch in den Rennen drückte Sebastian Vettel dieser Saison erneut seinen Stempel auf: Zwölf mal fuhr der jüngste Doppelweltmeister in der Geschichte der Formel 1 auf Pole, zehn Mal stand er am Ende ganz oben auf dem Siegerpodest. Auch Teamkollege Mark Webber trug mit drei ersten Startplätzen (GP von Spanien, GP von Großbritannien und GP von Deutschland) sowie neun Podestplätzen einen wesentlichen Teil zur Titelverteidigung bei. Der Australier hat zudem noch beste Chancen auf den Gewinn der Vizeweltmeisterschaft.


Jean-François Caubet, Managing Director von Renault Sport F1, freute sich über die Titelverteidigung: „Wir von Renault möchten unseren Partnern bei Red Bull Racing zu dieser hervorragenden Leistung und zum zweiten Konstrukteurstitel in Folge gratulieren. Wir freuen uns, dass wir mit unseren leistungsfähigen und zuverlässigen Triebwerken einen wichtigen Teil zum Erfolg von Red Bull Racing beitragen konnten. Seit dem Start der gemeinsamen Partnerschaft im Jahr 2007 wurde die Kombination Red Bull-Renault von Rennen zu Rennen immer stärker.“

 

(Stand 10/2011, Irrtümer vorbehalten)

*vorbehaltlich der offiziellen Bestätigung durch die FIA

 

Die Renault Sport Modelle

Facebook

Die Renault R.S. Monitor iPhone App