Riesenjubel im „Land des Lächelns“. Auf dem spektakulären Grand Prix-Kurs im japanischen Suzuka eroberte der Heppenheimer zum zweiten Mal in Folge die Krone der Königsklasse. Nach 15 von 19 Grands Prix steht der Heppenheimer als alter und neuer Formel 1-Weltmeister* fest.
Auch wenn das Punktepolster schon vor dem Großen Preis von Japan beruhigend groß war: Ein so konzentrierter, akribischer Rennprofi wie der 24-jährige Vettel feiert den Titel erst, wenn er ihn auch rechnerisch sicher hat – und dann umso heftiger.
Die Jubelschreie auf der Ehrenrunde über die klassische „Achterbahn“ in Suzuka fielen sicher auch deswegen so euphorisch aus, weil diese Saison trotz aller Dominanz des Deutschen ein hartes Stück Arbeit war. Denn selbst ein Red Bull-Renault ist keine Garantie für Grand Prix-Siege. In Verbindung mit dem Talent dieses Ausnahmekönners aber prägte der rot-blaue Renner mit dem französischen V8-Kraftpaket im Heck die Formel 1-Saison 2011.
Die Richtung gab der jüngste Weltmeister aller Zeiten gleich beim Saisonstart am anderen Ende der Welt vor: Pole Position für den Großen Preis von Australien mit fast 0,8 Sekunden Vorsprung vor dem Zweitplatzierten – das war ein deutlicher Schuss vor den Bug aller Rivalen, die den amtierende Champion entthronen wollten. Mit einem klaren Sieg in Melbourne übernahm Vettel die WM-Führung. Übrigens erst zum zweiten Mal in seiner Karriere. Das erste Mal hatte er nach dem Saisonfinale 2010 in der Gesamtwertung vorn gelegen …
Auch in Malaysia gewann Vettel ungefährdet. Schöne Begleiterscheinung: Auf dem Podest durfte er seinem Landsmann Nick Heidfeld von Lotus Renault GP zu Platz drei gratulieren. Der Große Preis von China in Shanghai begann nach bekanntem Muster: dritter Grand Prix, dritte Pole Position für Vettel. Im Rennen allerdings setze sich Lewis Hamilton mit geschickter Strategie durch: Der Brite hatte in der Schlussphase die frischeren Reifen und ging vier Runden vor der Zielflagge an Sebastian vorbei.
Mit drei Siegen in Folge – in der Türkei, in Spanien und in Monaco – rückte der Weltmeister die Kräfteverhältnisse wieder gerade. Wobei der Triumph im Fürstentum ein Karriere-Highlight für sich war. Beim Regenchaos im kanadischen Montreal drehte sich der sonst so souveräne Tabellenführer in der letzten Kurve und überließ Jenson Button den Sieg. Kurz nach dem überzeugenden Gewinn des anschließenden Europa-Grand Prix in Valencia witterten die Gegner Morgenluft: In England, Deutschland und Ungarn blieb Vettel sieglos. Rivalen und Medien wollten ihm schon eine Krise andichten. Doch der Weltmeister ist nicht nur abgeklärt, er kann auch rechnen – und blieb gelassen. Denn in der Gesamtwertung schrumpfte sein Vorsprung in dieser Phase nicht etwa, sondern vergrößerte sich noch. Der Grund: Während die Autos der Hauptgegner Ferrari und McLaren nur auf bestimmten Strecken und unter speziellen Voraussetzungen siegfähig waren, lag das Erfolgstrio Vettel-Red Bull-Renault bei jedem Rennen auf Podestkurs.
Die (vor)letzten Zweifel an seiner erfolgreichen Titelverteidigung beseitigte Vettel mit Triumphen auf den klassischen Traditionsstrecken von Spa-Francorchamps (Belgien) und Monza (Italien) sowie dem glamourösen Stadtkurs von Singapur. In Japan schließlich macht er den Sack auch rechnerisch zu und holte mit erst 24 Jahren seinen zweiten WM-Titel! Den Grundstein dazu hatte er mit der sagenhaften Bilanz von elf Pole Positions und neun Siegen in den ersten 14 Grands Prix des Jahres gelegt.
Einziger Schönheitsfehler einer fast perfekten Saison: Ausgerechnet beim Heimspiel auf dem Nürburgring blieb ihm der „gewohnte“ Podiumsplatz versagt. Aber manche Wünsche müssen ja auch noch für nächste Saison offen bleiben – und ein Heimsieg gehört für Deutschlands schnellsten Renault Piloten definitiv zu den Vorsätzen für 2012. Natürlich wieder mit Renault V8-Power im Rücken.
Sie möchten Sebastian Vettel gratulieren? Auf der Facebook-Seite von Renault Deutschland sammeln wir Ihre Glückwünsche. Aus allen Einträgen lassen wir ein Präsent für Sebastian anfertigen und überreichen es ihm so bald wie möglich. Viel Spaß beim Mitmachen!
*vorbehaltlich der Bestätigung durch den Automobil-Weltverband FIA
(Stand 10/2011, Irrtümer vorbehalten)


