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Rückblick Motorsport Saison 2011

Der Northern European Cup Formula Renault 2.0 (NEC) gilt seit seiner Gründung im Jahr 2006 als eine der besten Nachwuchsrennserien. Aktuelle Grand Prix-Stars wie Jenson Button, Felipe Massa, Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen gingen durch die sehr lehrreiche Schule der Formel Renault Einsitzer. Auch in dieser Saison füllten wieder einige bekannte Namen das Starterfeld. Darunter: Joshua Hill – der Sohn des ehemaligen Formel 1-Weltmeisters Damon Hill – und Carlos Sainz  jr., Filius der spanischen Rallye-Legende. Sie eiferten im Starterfeld der NEC den Erfolgen ihrer berühmten Väter überaus gekonnt nach.


Auf dem Kalender standen in dieser Saison acht Rennwochenenden: Die Formelserie machte in Hockenheim, Spa-Franchorchamps, auf dem Nürburgring, in Assen, in Oschersleben und Zandvoort sowie in Most und Monza Station. Dabei kämpften die Fahrer jeweils in bis zu drei Läufen um Meisterschaftspunkte. Der Sieger eines jeden Rennens erhielt 30 Punkte, der Zweite 24, der Dritte 20 Zähler und so weiter.

Als souveräner Champion durfte sich Carlos Sainz jr. feiern lassen, der beim vorletzten Lauf im tschechischen Most die Meisterschaft vor seinem russischen Teamkollegen Daniil Kvyat (beide Team Koiranen Bros) und Stoffel Vandoorne (KTR-Racing) für sich entschied. Insgesamt konnte der 17-jährige Madrilene zehn der 24 Rennen gewinnen. Der einzige deutsche Pilot in der Serie, Sebastian von Gartzen vom Team SL Formula-Energy, landete in der Gesamtwertung mit Rang 15 einen Platz vor Damon Hills Zögling Joshua. Die Teamwertung eroberte souverän der in Spanien beheimatete Rennstall der beiden finnischen Brüder Marko und Jari Koiranen mit 584 Punkten vor KTR-Racing (355) aus Belgien.
 
Ebenso spannend und nicht minder spektakulär ging es in der hart umkämpften Renault Sport Speed Trophy 2011 zu: In dieser Sonderwertung innerhalb der VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring rollen die Fahrer mit wieselflinken Renault Clio RS III Coupe an den Start. Für die Mannschaft von Sesterheim Racing erwiesen sich Konstanz und Unnachgiebigkeit als die entscheidenden Faktoren zum Erfolg. Nach insgesamt zehn Läufen – jeweils auf der Nordschleife des Nürburgrings ausgetragen – hatte die Mannschaft von Teamchef Reinhard Sesterheim knapp die Nase vorn. Mit insgesamt 207 Punkten setzte sich sein Fahrerduo Dominik Brinkmann und Stephan Epp gegen TKS Motorsport mit den Piloten Elmar Jurek und Jannik Olivo (168 Punkte) sowie gegen das Team Ring Racing mit Jean-Jacques Meyer und Uwe Kleen (138) durch.
 
Dabei erwies sich die Meisterschaft vom Anfang bis zum Ende als eine spannende Angelegenheit. Bis zum vorletzten Lauf lag die TKS-Paarung noch hauchdünn vorn und wehrte alle Angriffe gekonnt ab. Dann jedoch machte ein unverschuldeter Unfall von Elmar Jurek und Jannik Olivo den Weg für Brinkmann/Epp frei – ihnen reichte ein zweiter Platz beim Saisonfinale zum Gewinn der Trophy. Dabei hatte es für sie nach dem ersten Rennen gar nicht nach einer erfolgreichen Titelkampagne ausgesehen: Das erste VLN-Rennen des Jahres begann ohne das Team Sesterheim Racing. Doch die Eifelaner konnten in den folgenden Läufen eindrucksvoll zurückschlagen: Sechs zweite Plätze und ein Klassensieg ebneten den Weg zum Gesamtsieg. Fahrer Stephan Epp brachte seine Gefühlslage danach auf den Punkt: „Eine rundum perfekte Saison, die nun ein märchenhaftes Ende findet. Einfach ein tolles Jahr!“

In seiner Premierensaison erwies sich auch der Renault Clio Cup Bohemia 2011 als voller Erfolg – sowohl auf Seiten der Teilnehmer als auch beim begeisterten Publikum. Insgesamt 30 Fahrer aus sechs Nationen gingen mit den Renault Clio RS bei sechs Rennen in Deutschland, Tschechien und der Slowakei an den Start. Als erster Meister der Serie trug sich der Schweizer Reto Wüst in die Motorsport-Geschichtsbücher ein. Der Lohn für den Titelgewinn: Der Eidgenosse durfte auf der Grand Prix-Strecke von Barcelona einen aktuellen Renault Mégane Trophy testen.
 
(Stand 12/2011, Irrtümer vorbehalten)

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