Umwelt

Schlauer fahren – und sparen

Allein durch Ihr Fahrverhalten können Sie erstaunliche Mengen an Treibstoff einsparen - gut für den Geldbeutel, die Umwelt und die Sicherheit.

 

Erst Vollgas, dann bremsen?

 

Gleichmäßiges Fahren senkt den Verbrauch drastisch - Sie sparen bis zu 20 Prozent Treibstoff.

Vorausschauendes und gleichmäßiges Fahren spart Treibstoff - und damit bares Geld. Jedes abrupte Bremsen und erneute Gasgeben vernichtet Energie. Warum? Wird die Treibstoffzufuhr plötzlich unterbrochen und die Geschwindigkeit durch Bremsen stark reduziert, ist eine erhöhte Menge an Energie notwendig, um den Motor wieder auf Touren zu bringen. Eine aggressive und unregelmäßige Fahrweise in der Stadt kann den Kraftstoffverbrauch um bis zu 20 Prozent erhöhen. Das bedeutet bis zu drei Euro vermeidbare Kosten pro 100 Kilometer. Generell gilt außerdem: Je schneller Sie fahren, desto mehr Treibstoff verbraucht Ihr Auto. Defensives Fahren trägt zudem zur Sicherheit im Straßenverkehr bei.

 

Dachgepäckträger

 

Unnötigen Luftwiderstand vermeiden.

Den Dachgepäckträger sollte man nur dann auf dem Auto lassen, wenn er wirklich gebraucht wird. Der durch den Gepäckträger entstehende Luftwiderstand erhöht bei jeder Fahrt den Treibstoffverbrauch - er „schluckt" unnötig Benzin. Durchschnittlich macht der Dachgepäck-träger 10 Prozent des Gesamtgewichts aus, was zu einem Mehrverbrauch an Treibstoff von 6 Prozent führt.

 

Unnötiger Ballast

 

Keine unbenötigten Gegenstände im Auto liegen lassen.

Leichte Autos verbrauchen weniger Energie als schwere. Unnötiger Ballast, der im Auto ständig mit „herumkutschiert" wird, ist demnach ein vermeidbarer Benzinverschwender. Aufräumen heißt die Devise - und Ihr Fahrzeug ohne überflüssige Kilos auf die Straße bringen.

 

Reifendruck checken

 

Der richtige Reifen-Luftdruck wird oftmals unterschätzt.

Prüfen Sie regelmäßig den Reifen-Luftdruck Ihres Fahrzeugs. Schon eine Abweichung von 0,2 bar unter dem Optimaldruck vergrößert den Rollwiderstand und führt zu einem Anstieg des Energieverbrauchs von rund 1 Prozent. Gleichzeitig verschlechtert sich die Seitenführung des Reifens und der Bremsweg wird länger. Während der Leistungsbedarf von Fahrzeugen bei hohen Geschwindigkeiten vor allem vom Luftwiderstand bestimmt wird, ist bei niedrigen Geschwindigkeiten überwiegend der Rollwiderstand ausschlaggebend. Der Rollwiderstand entsteht durch die elastischen Eigenschaften des Reifengummis, die wichtig für Straßenhaftung, Bremsverhalten und Federungskomfort des Fahrzeugs sind. Die auf der Straße aufliegende Reifenfläche passt sich dem Untergrund an und es kommt zu einer Verformung des Reifens. Die dabei auftretenden Kräfte, der so genannte Rollwiderstand, verbraucht Energie in Form von Verlustwärme.

 

Fahrzeug regelmäßig zur Inspektion

 

Die regelmäßige Wartung des Fahrzeugs reduziert die Luftbelastung und spart Kraftstoff.

Regelmäßige Checks und ein optimal eingestellter Motor reduzieren umweltbelastende Emissionen und den Treibstoffverbrauch. Wichtig: Einstellung der Einspritzpumpe prüfen, Wechsel der Kerzen, Auswechseln des Luftfilters und des Kraftstofffilters. Ein verstopfter Luftfilter zum Beispiel führt zu einem Mehrverbrauch an Treibstoff von 3 Prozent, ein Motor in schlechtem Zustand zu noch größerem und unnötigem Mehrverbrauch.

 

Rechtzeitig schalten

 

Wer zwischen 1500 und 2500 Umdrehungen den Gang wechselt, spart Treibstoff.

Optimal ist, die gewünschte Geschwindigkeit nach zügigem Hochschalten im höchstmöglichen Gang beizubehalten, also möglichst untertourig im niedrigen Drehzahlenbereich zu fahren. In einem hohen Gang wird die Antriebskraft aus wenigen Umdrehungen und Kolbenbewegungen erzeugt. Fährt man in einem niedrigen Gang, ist die Drehzahl höher. Die gleiche Kraft wird also auf ein Vielfaches an Umdrehungen verteilt. Bei niedriger Drehzahl hingegen wird pro Umdrehung und Kolbenbewegung mehr Kraft umgesetzt. Das heißt: der Wirkungsgrad ist besser und der Energieverbrauch geringer. Solange der Motor ohne zu Rucken noch Gas annimmt, brauchen Sie nicht herunterzuschalten. Selbst im Stadtverkehr ist der fünfte Gang öfter die richtige Wahl, als man vielleicht denkt.

 

Motor ausstellen

 

Rush-hours, Baustellen und Staus vermeiden - und im Stehen den Motor abstellen.

Solange der Motor läuft, braucht das Auto Energie - auch wenn es steht. Etwa einen Liter Treibstoff pro Stunde verbraucht ein stehendes Fahrzeug mit laufendem Motor. Deshalb gilt: Bereits nach zehn Sekunden lohnt es sich bei moderneren Fahrzeugen, den Motor abzustellen. Bei Modellen, die älter als etwa zehn Jahre sind, lohnt sich das Abschalten nach 20 Sekunden. Sobald es also erst einmal nicht mehr weiter geht: Motor abstellen.

 

Rote Ampeln

 

Nehmen Sie beim Heranrollen an eine Ampel nicht den Gang heraus.

Die meisten Autos sind mit einer so genannten Schubabschaltung ausgerüstet, die die Kraftstoffzufuhr unterbricht, sobald kein Gas mehr gegeben wird. Voraussetzung dafür: Ein Gang muss eingelegt sein und die Kupplung darf nicht getreten werden. Wenn Sie auf eine rote Ampel zufahren, lassen Sie den Gang also drin und schalten Sie nicht in den Leerlauf. Beim Bergab-fahren und Bremsen wird die Kraftstoffzufuhr dank der Schubabschaltung vollständig gestoppt - in diesem Zustand dreht der Motor zwar mit, verbraucht aber keinen Sprit.

Facebook

Elektrostart