„Zwei Jahre Vorsprung gegenüber unseren Wettbewerbern“ sieht Carlos Ghosn, Präsident und CEO von Renault, für seine Marke bei der Einführung von Elektrofahrzeugen. Der Grund für diese Vorreiterrolle liegt zum einen in der innovativen Modellpolitik mit dem geplanten Marktdebüt von gleich vier elektrisch angetriebenen Fahrzeugen ab 2011. Zum anderen weiß er einen starken und engagierten Partner an seiner Seite, der den Automobilhersteller auf seinem Weg zu emissionfreier Mobilität unterstützt: die Organisation „Better Place“.
Die Firma, die unsere Welt zu einem besseren Ort (deutsch für „Better Place“) machen will, sieht sich als so etwas wie den Tankwart der kommenden Elektroauto-Generationen. Über ein flächendeckendes Netz von „Stromtankstellen“ stellt „Better Place“ die saubere Energie bereit, die Modelle wie der für 2011 angekündigte Renault Fluence Z.E. benötigen.
Das Unternehmen beantwortet die am häufigsten gestellte Frage – jene nach der Reichweite von Elektrofahrzeugen – mit einem praxisnahen Konzept. Autofahrer haben die Wahl, entweder die Batterie ihres E-Mobils an einer Schnellladestation in 20 Minuten zu rund 80 Prozent wieder aufzuladen oder gleich den gesamten Akku auszutauschen. Dies geschieht mit dem Quickdrop-System vollautomatisch innerhalb weniger Minuten. „Die Nachfrage nach Elektroautos wird weltweit ansteigen – also muss die Infrastruktur mitwachsen“, fasst Visionär und „Better Place“-Gründer Shai Agassi die Idee zusammen.
„Better Place“ denkt und handelt noch weiter: Das selbstentwickelte Bordsystem im Fahrzeug, das sogenannte AutOS, verwaltet den Energiebedarf besonders effizient. Zugleich erfasst ein Rechenzentrum die Ladezustände aller im Umlauf befindlichen Akkus, regelt die Stromverteilung auf die Ladestationen und empfiehlt den Fahrern über das AutOS die nächstgelegene „Tankstelle“.
In Israel und Dänemark – den beiden Ländern, die wegen ihrer relativ geringen Fläche als erste mit Wechselstationen ausgestattet werden sollen – wird Better Place gemeinsam mit Renault ab 2011 Elektroautos auf die Straßen bringen. 100.000 Renault Fluence Z.E sind für diese Länder verbindlich bestellt. Und „Better Place“ kennt bereits die Abnehmer: In Israel haben sich schon mehr als 50 Unternehmen bereiterklärt, einen bestimmten Anteil ihrer rund 35.000 Firmenwagen mit Verbrennungsmotor gegen solche mit Elektroantrieb zu tauschen, sobald diese auf dem Markt sind. Dort wird „Better Place“ den Renault Fluence Z.E zudem über eigene Autohäuser vermarkten.
Damit der Renault Fluence Z.E. und weitere Elektrofahrzeuge auch in Deutschland bald zum Straßenbild gehören, bereitet Béatrice Degand-Wego als Projektleiterin Elektrofahrzeuge bei der Renault Deutschland AG das Händlernetz auf die für 2011 geplante Markteinführung vor. Sie führt auch die Verhandlungen mit „Better Place“, weiteren Partnern und möglichen Modellregionen. Vielleicht sehen wir also in nicht allzu ferner Zukunft die ersten „Better Place“-Stromtankstellen auch hierzulande …
(Stand 10/2009, Irrtümer vorbehalten)


