UmweltRenault Twizy liefert ratlosen Journalisten überzeugende Antworten

Ungestümer Vorwärtsdrang nach anfänglicher Zurückhaltung: Bei der ersten Gelegenheit zur Testfahrt mit dem neuen Renault Twizy im Frühjahr 2011 näherten sich die eingeladenen Fachjournalisten dem pfiffigen Elektromobil zunächst mit einer gewissen Unsicherheit. „Etwas ratlos stehen wir vor den ersten fahrbaren Prototypen des Elektro-Flohs Renault Twizy, der wie eine Mischung aus getuntem Golf-Karren und halbiertem Smart wirkt“, gibt beispielsweise der „Auto Zeitung“-Tester in Heft 9/11 zu. Und in der „FAZ“ vom 12. April 2011 fragt der Redakteur: „Was ist das? Es hat vier Räder, aber keine Türen. Zwei Personen können darin sitzen, aber nur hintereinander. Es sieht ein wenig aus wie ein Motorrad, erfordert aber keinen Helm und fährt wie ein Auto. Es ist: ein Twizy.“


Mit dem Losfahren tritt die Frage nach der korrekten Einordnung des 15 kW (20 PS) starken und nur 450 Kilogramm schweren Twizy in gängige Fahrzeugklassen aber schnell in den Hintergrund. „Das 2,32 Meter kurze und 1,19 Meter schmale Elektromobil beschleunigt ansatzlos und fix, flutscht durch die Lücken des Großstadtdschungels, geht flott um die Ecken und lässt sich trotz fehlender Servolenkung leichtgängig einparken“, kommt die „FAZ“ aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. „Focus online“ (15. April 2011) merkt an, dass „die Beschleunigung noch einen Tick forscher sein könnte“, liefert aber gleich eine Erklärung hinterher: „Den Ingenieuren kam es allerdings weniger auf Speed an als auf Fahrbarkeit für jedermann.“ Noch mehr ins Detail geht „Zeit online“ (18. April 2011) mit einem Zitat des für die Technik des Twizy verantwortlichen Produktmanagers Yvan Capelle: „Der Motor hat ein Drehmoment von 57 Newtonmetern. Wir haben auch mit 75 Newtonmetern experimentiert, doch das war einfach zuviel.“


„Erstaunlich satt fegt der Elektro-Winzling dank seines niedrigen Schwerpunkts durch die Kurven“, lobt die „Auto Zeitung“. Und der Internetauftritt des „Focus“ ergänzt: „Selbst im engen Hütchen-Slalom bleibt der schmale Twizy leicht beherrschbar.“ „Spiegel online“ (8. April 2011) „freut sich über einen Wendekreis auf dem Niveau eines Kinderdreirades: Während der Smart mindestens 8,80 Meter braucht, genügen dem Twizy 6,80 Meter.“


Zu den weiteren Vorzügen des Renault Twizy zählt „Focus online“ unter anderem die vier Staufächer, die „Raum für 63 Liter bieten, das größte Fach liegt abschließbar unter dem Rücksitz“. Apropos Rücksitz: „Selbst Menschen über 1,80 Meter bekommen weder am Kopf noch an den Knien Platzprobleme“, wenn sie als Sozius hinter dem Fahrer Platz nehmen, berichtet „Focus online“ anerkennend – und ernennt den Renault Twizy ob seiner vielseitigen Qualitäten kurzerhand zum „König der Innenstadt“.


Wir sind sicher: Seine Majestät wird sich einer langen und vor allem für seine Untertanen – pardon: Fahrerinnen und Fahrer – erfreulichen Regentschaft erfreuen.

(Stand 05/2011, Irrtümer vorbehalten)

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