Nachhaltige Mobilität bekommt jetzt auch in Barcelona eine Chance: Die Renault-Nissan-Allianz hat mit der katalanischen 1,6-Millionen-Einwohner-Metropole ein Abkommen unterzeichnet, das die verstärkte Förderung von Elektrofahrzeugen und die Bereitstellung einer entsprechenden Infrastruktur in den Vordergrund rückt. So wollen die Stadtväter von Barcelona zum Beispiel den Kauf dieser umweltschonenden Null-Emissionen-Fahrzeuge durch steuerliche Anreize fördern, einen Teil der urbanen Parkzonen ausschließlich für Elektro-Autos reservieren und bereits bis 2011 eine optimale flächendeckende Energieversorgung aufbauen, die 191 Ladestationen im gesamten Stadtgebiet umfassen wird.
Mit dieser Vereinbarung stellt Renault eine weitere wichtige Weiche auf dem Weg zum Elektrofahrzeug. Bereits auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) 2009 in Frankfurt hatte die Marke mit dem kompakten Transporter Kangoo Z.E. Concept (Z.E. = Zero Emission = Null Emissionen), dem zweisitzigen City-Flitzer Renault Twizy Z.E. Concept, der Limousine Fluence Z.E. Concept und dem kompakten Familienfahrzeug Zoe Z.E. Concept gleich vier Elektromobile vorgestellt – und damit eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie der Elektroantrieb unsere Mobilität schon in naher Zukunft um umweltgerechte Alternativen bereichern wird. Denn die klare Botschaft von Renault sorgte für Aufsehen: Alle vier „Stromer“ werden zwischen 2011 und 2013 als Serienmodelle auf den Markt kommen.
Großstädte wie Barcelona, in deren Umland fast fünf Millionen Menschen leben, sind für die emissionsfreien Elektrofahrzeuge dann schon bestens gerüstet. „Das Programm zur Zero-Emission-Mobilität belegt unser Engagement für Innovationen“, erläuterte Jordi Williams Carnes als Repräsentant der Stadt Barcelona im Rahmen der feierlichen Unterzeichnung. Ernesto Salas, Direktor für öffentliche Beziehungen bei Renault: „Dieses Abkommen stärkt das Ziel von Renault, die Elektromobilität auf dem wichtigen spanischen Markt voranzutreiben.“
Seit jeher besitzt die iberische Halbinsel für das französische Unternehmen besondere Bedeutung. So betreibt Renault in Valladolid, Sevilla und Palencia, wo der Mégane vom Band läuft, drei große Werke. Ihre Stromversorgung wird zu einem beachtlichen Teil aus Solarpaneelen gespeist, die pro Jahr 160 Tonnen CO2 einsparen. Während in Valladolid zum Beispiel die industriellen Abfälle zu 100 Prozent wiederaufbereitet werden, nimmt Palencia bei der Brauchwasser-Regeneration einen Spitzenplatz innerhalb der Markengruppe ein. Und erst vor kurzem hat Renault bekannt gegeben, seine Präsenz noch weiter auszubauen – durch die Produktion eines Verbrennungsmotors, eines Elektrofahrzeugs und eines Modells mit konventionellem Antrieb in der Region Kastilien-Léon.
Der Allianzpartner Nissan ist mit vier weiteren Werken in Spanien vertreten, die ebenfalls die Zertifizierung nach der strengen Umweltnorm ISO 14001 bestanden haben. Für ihr Engagement zur Umweltschonung und Energieeffizienz ist die japanische Marke 2008 sogar mit dem Carles-Ferrer-Preis ausgezeichnet worden, den die katalanische Business-Vereinigung „Formento del Trabajo National“ alljährlich vergibt.
(Stand 11/2009, Irrtümer vorbehalten)



