Umwelt

Strom „tanken“ beim Shoppen – und andere Z.E.-Neuigkeiten

Wo werden die kommenden Elektromodelle von Renault „tanken“? Vor allem in der heimischen Garage, wo die passende Steckdose – die sogenannte „Wallbox“ – in wenigen Minuten installiert ist. Ebenso wichtig ist jedoch ein flächendeckendes Netz an Ladestationen, die Z.E.-Fahrerinnen und -Fahrer tagsüber ansteuern. Wie das aussehen kann, zeigte Energieversorger RWE Mitte Oktober 2010 auf der eCarTec, der führenden Fachmesse für Elektromobilität in München: Der große Partner im Z.E.-Projekt von Renault präsentierte die „Tankstelle der Zukunft“, die Elektroautos ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgen wird. RWE arbeitet seit 2009 intensiv daran, eine Infrastruktur mit Ladestationen in vielen deutschen Großstädten aufzubauen. Insgesamt wurden bisher über 500 Ladepunkte installiert – Tendenz steigend.


Übrigens muss es nicht immer eine komplette Tankstelle sein: Das Immobilien-Unternehmen Unibail-Rodamco, das europaweit fast 100 große Shopping Center betreibt (darunter zwei in Deutschland), schloss jetzt mit Renault eine zukunftsweisende Vereinbarung. Zum einen werden bis Ende 2012 alle 36 Einkaufszentren des Unternehmens in Frankreich und Spanien mit Ladestationen für Elektrofahrzeuge ausgestattet. Zum zweiten werden Fahrzeuge wie der Kangoo Rapid Z.E. – der im Oktober 2011 in Deutschland auf den Markt kommt – in den Malls präsentiert und Kunden zu Probefahrten eingeladen.

Die Akkus beim Shoppen aufladen – das können französische Z.E.-Fahrer demnächst auch an den Supermärkten von E.Leclerc, auch bekannt durch Marken wie Intermarché und Hypermarché. Ehrgeiziger Fahrplan der Partnerschaft zwischen E.Leclerc und Renault: Schon 2011 werden 50 Center mindestens eine Ladestation aufweisen, Ende 2012 sollen es bereits 150 sein, und bis 2015 sind rund 500 der beliebten Supermärkte mit Stromzapfsäulen ausgestattet.


Eine wichtige Rolle bei der Verbreitung der E-Mobility spielen Städte und Regionen. Seit Kurzem gehört auch die türkische Hauptstadt Ankara zu den Metropolen, die in Zukunft auf emissionsfreie Mobilität setzen. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe der Millionenstadt mit Renault plant die Lade-Infrastruktur, zudem hat die Stadtverwaltung bereits 100 Z.E.-Fahrzeuge geordert.


Praxiserfahrungen stehen bei der Kooperation zwischen Renault und der CREA (Communauté d’agglomération Rouen Elbeuf Austreberthe) im Vordergrund. Frankreichs größter Regionalverband, der 71 Gemeinden und rund 500.000 Einwohner in der Obernormandie repräsentiert, wird ab März 2011 Elektrofahrzeuge von Renault in einem Großversuch testen und baut dazu in der gesamten Region ein Netz von Stromtankstellen auf.


Die elektrische Zukunft bricht auch an der Uni an: Unterstützt von der Renault Foundation begann zum Wintersemester 2010/2011 in Paris der erste Master-Studiengang für „Mobilität und Elektrofahrzeuge“. An vier Instituten der renommierten Hochschule ParisTech lernen angehende Ingenieure in maßgeschneiderten Seminaren, worauf es bei der Konstruktion und Produktion von Elektrofahrzeugen ankommt.


(Stand 11/2010, Irrtümer vorbehalten)

 

twizy