Umwelt

Renault Twizy Z.E. Concept: elektrisch, praktisch und innovativ

Die Zukunft hat begonnen. Denn die neuen Modelle von Renault, mit denen wir schon bald lautlos und abgasfrei durch die Stadt schnurren, hätten vor kaum einem Jahrzehnt noch jedem Science-Fiction-Film alle Ehre gemacht – so wie der pfiffige Twizy Z.E. Concept. Der futuristisch designte Zweisitzer macht das Morgen von gestern zur Gegenwart. Und das ist gut so: Mit diesem ultrakompakten Micro-Auto stößt Renault die Tür auf zu einer ganz neuen Form der Mobilität, setzt Zeichen, überwindet Grenzen und eröffnet uns ganz neue Freiheiten. Denn der Twizy Z.E. Concept ist eines der vier Elektromobile, mit denen die französische Marke auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt 2009 erst für Aufsehen und dann für Furore gesorgt hat – alle vier werden so oder in ähnlicher Form bis 2012 auf den Markt kommen …


Zurück zum Twizy Z.E. Concept, der ohne Zweifel das extremste und ungewöhnlichste Modell unter den vier Studien ist. Er reduziert die automobile Fortbewegung auf das Wesentliche: vier Räder, zwei Sitze, ein Dach und ein umweltfreundlicher Elektro-Antrieb. Dass die beiden Passagiere dabei nicht neben-, sondern hintereinander sitzen, unterstreicht den Mut der Designer von Renault, neuen Konzepten eine Chance zu geben. Die ungewöhnliche Raumaufteilung spiegelt sich auch in den Außenabmessungen wider: Mit einer Länge von 2,30 Metern und einer Breite von lediglich 1,13 Metern nimmt der Twizy Z.E. Concept kaum mehr Verkehrsfläche als ein Motorrad in Anspruch und findet dementsprechend leicht einen Parkplatz.


Und doch ist er viel mehr. Denn seine minimalistische Karosserie, die sogar auf konventionelle Türen verzichtet, dient zum Beispiel als hocheffiziente Sicherheitszelle: Front- und Seitenairbags sowie Vierpunkt- (vorne) beziehungsweise Dreipunktgurte (hinten) inklusive. Bei einem Frontalcrash absorbiert eine spezielle Deformations-Struktur im Vorderwagen die Aufprallenergie.


Das Herzstück des Twizy Z.E. Concept schlägt unter den Sitzen: Dort finden die beiden Lithium-Ionen-Batterien Platz, die den 15 kW (20 PS) starken Elektromotor unter Strom setzen – und dem 420 Kilogramm leichten Minimalauto ein agiles Temperament verleihen, das in etwa dem eines 125-ccm-Rollers entspricht. Genau genommen kann der in der Höchstgeschwindigkeit auf 75 km/h begrenzte Twizy Z.E. Concept im Stadtverkehr sogar als Sprint-Ass brillieren, was mit seinem Drehmoment zusammenhängt: Dessen 70 Newtonmeter (Nm) stehen, typisch Elektroantrieb, sofort zur Verfügung.


Die Agilität stimmt also, aber was ist mit der Reichweite? 100 Kilometer kann der Twizy Z.E. Concept zwischen zwei Ladezyklen zurücklegen – mehr als genug für den normalen Büro-Pendler. Um neuen Strom zu tanken, genügt eine simple 220-Volt-Steckdose. Der hierfür nötige Stecker inklusive Verlängerungskabel versteckt sich leicht erreichbar hinter der vorderen Rhombe. Nach spätestens drei Stunden sind auch zuvor leere Akkus wieder voll. Damit ist der kleine City-Stromer auch für Menschen mit Halbtagsjobs attraktiv. Witziges, fast schon poetisch-sinnliches Detail am Rande: Unterwegs signalisiert eine animierte Lotus-Blume hinter dem Lenkrad, wie energiesparend die aktuelle Fortbewegung gerade ist – sprießen Blüten, macht der Fahrer alles richtig.


Neben dem geringen Gewicht und dem hocheffizienten Antrieb spielen zahlreiche weitere Details der größeren Reichweite in die Karten – wie zum Beispiel die prinzipiell freistehenden, zugunsten einer optimierten Aerodynamik vollverkleideten Räder mit ihren besonders rollwiderstandsarmen Reifen. Interessanter Nebeneffekt: Da sich während der Fahrt von außen betrachtet nur noch die Radnaben mitdrehen, scheint der Twizy Z.E. Concept wie ein fliegender Teppich vorbeizuschweben – lautlos, abgasfrei, zukunftssicher.

 

(Stand 11/2009, Irrtümer vorbehalten)

Hinweis: Keine CO2-Emissionen bei der Nutzung des Fahrzeugs.