Wegen dieser Vorteile der Stadtregionen geht das Marktforschungsunternehmen McKinsey & Company davon aus, dass beispielsweise im Großraum New York schon 2015 rund 16 Prozent aller neu zugelassenen Autos über einen Elektromotor verfügen. Ähnliches gilt für Europa: In Paris sind rund zehn Prozent realistisch.
Die deutsche Entsprechung dieser Metropolen ist der Rhein-Ruhr-Raum. Dort hat Renault jetzt ein neues Projekt gestartet, um die Elektromobilität gerade in Ballungszentren zu forcieren. Gemeinsam mit anderen Partnern wurde die Marke im März 2010 für einen flächendeckenden Großversuch ausgewählt. Im Rahmen des Förderprojekts „E-Mobilität im Pendlerverkehr“ untersuchen die Renault Deutschland AG, die RWE Effizienz GmbH, die Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen mbH Aachen (fka) und das Institut für Hochspannungstechnik der RWTH Aachen unter Führung der EnergieAgentur.NRW, wie sich Elektromobilität in den alltäglichen Pendlerverkehr durch eine der größten Metropolregionen Europas integrieren lässt.
In der Städtekette entlang der A 40 mit ihren häufigen Staus oder stockendem Verkehr können die sauberen und leisen Elektroautos ihre Stärken ideal unter Beweis stellen. Renault steuert 40 Vorserien-Fahrzeuge des City-Transporters Kangoo Rapid Z.E. und der Mittelklasselimousine Fluence Z.E. bei, RWE stellt weitere 110 von Benzin auf Strom umgerüstete Fahrzeuge bereit. „Das Projekt verbindet Technologie mit Nähe zum Kunden und neuer Lebensqualität. Elektroautos werden dadurch in der Region sichtbar und anfassbar“, lobt NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben das Projekt. Auch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) unterstützt das Projekt im Rahmen des Programms „Modellregionen Elektromobilität“.
Die alltägliche Nutzung der sauberen und leisen Elektrofahrzeuge steht auch bei einer Partnerschaft in Italien im Mittelpunkt. In Mailand und Brescia, den größten Städten der Lombardei, starten die Renault-Nissan-Allianz und der Energieversorger A2A Mitte 2010 einen Großversuch. Auch hier flitzen bald Kangoo Rapid Z.E. und Fluence Z.E. emissionslos durch die „Cittá“. Durch attraktive Full-Service-Angebote – deren monatliche Kosten auf dem Niveau von Diesel-Leasing liegen sollen – wollen die Partner vorrangig Unternehmen dafür gewinnen, zukünftig auf elektrisch betriebene Dienstwagen zu setzen. Um den Umstieg zu erleichtern, bauen die Projektpartner ein dichtes Netz an Ladestationen in der Region auf und testen besonders kundenfreundliche Abrechnungssysteme. Jacques Bousquet, Geschäftsführer von Renault Italien, umreißt das Ziel der Zusammenarbeit ganz klar: „Wir wollen nachhaltige Mobilität für alle ermöglichen. Unsere Elektrofahrzeuge werden erschwinglich und überall einsetzbar sein – und das Leben vor allem in Ballungsräumen angenehmer machen.“
(Stand 04/2010, Irrtümer vorbehalten)
Hinweis: Keine CO2-Emissionen bei der Nutzung des Fahrzeugs