Umwelt

Ein Fahrerlebnis überzeugt – die Roadshow Kangoo be bop Z.E.

Probieren geht über Studieren – in einer Hightech-Branche wie der Automobilentwicklung eigentlich kein erfolgversprechendes Rezept. Wenn es jedoch darum geht, sich ein Bild über die viel diskutierten Elektroautos zu machen, das einzig Wahre.


Auf der Roadshow „Emissionsfreie Mobilität“ mit dem Prototypen des kommenden Renault Kangoo Z.E. begrüßte Renault jetzt 110 kritische Tester – Politiker, Flottenkunden, Journalisten und Vertreter von verschiedenen Institutionen – im hessischen Neu-Isenburg. Sie sollten die Idee hinter der Elektroauto-Strategie von Renault kennenlernen, einen Blick auf die Technik werfen und vor allem: fahren, fahren, fahren.


Um es vorwegzunehmen: „Wer von der Testfahrt zurückkam, stieg mit einem breiten Lächeln aus dem Auto und war begeistert“, berichtet Béatrice Degand-Wego, Projektleiterin Elektrofahrzeuge bei Renault Deutschland. „Die Gäste zeigten sich von dem Fahrerlebnis einfach nur begeistert – das maximale Drehmoment aus dem Stand, der leise Lauf und die harmonische Motorbremse waren ganz neue Erfahrungen für sie.“


Die Wenigsten hatten zuvor schon einmal ein Fahrzeug mit Elektroantrieb bewegt und waren überrascht von den Vorzügen des Konzepts. Und so lautete der am häufigsten gehörte Satz: „Schade, dass es den noch nicht zu kaufen gibt.“


Das Team von Renault nutzte die Gelegenheit, auch mit ein paar Vorurteilen aufzuräumen, die sich um diesen völlig emissionsfreien Antrieb ranken. Wer gerade nicht rund um Neu-Isenburg tourte, durfte sich deshalb in lockerer Runde mit den Renault Experten austauschen.


„Für unsere Flottenkunden – aber auch viele Privatleute – steht die Frage nach den Kosten im Vordergrund“, weiß Stefanie Obenhaupt, Planungsmanagerin Technologie und Innovation bei Renault. „Ich glaube, unsere Antwort überzeugte: Die Batterien als teuerste Komponente werden geleast – ganz ohne finanzielles Risiko für den Autobesitzer.“


Kein Elektroauto-Gespräch ohne die Frage nach der Reichweite. 160 Kilometer werden die ab 2011 kommenden Serienmodelle der Renault Elektrofahrzeug-Palette schaffen. Zu wenig? Das dachten die Roadshow-Gäste auch – bis sie ihr eigenes tägliches Fahrverhalten einmal beschreiben sollten. Und siehe da: „Stimmt, mehr als 80 Kilometer fahre ich so gut wie nie an einem Tag“, gaben die meisten zu. Und wer länger unterwegs sein möchte, für den richtet Renault langfristig ein Netz von Batteriewechselstationen ein. Mit dem Quickdrop-System ist der Akkutausch in drei Minuten geschafft.


Fazit von Béatrice Degand-Wego: „Wir konnten Fakten liefern und Vorurteile abbauen. Das Elektroauto überzeugt jeden, der es einmal gefahren ist. Ich bin überzeugt, dass sich der Elektroantrieb ab 2011, wenn unsere ersten Serienmodelle auf den Markt kommen, auf viele begeisterte Kunden freuen kann.“


Eine Hoffnung blieb aber auch nach diesem aufschlussreichen Testtag offen: „Ich würde mir wünschen, dass dieser Kangoo be bop Z.E. schon morgen beim Händler steht“, schwärmte eine Teilnehmerin nach der Probefahrt. Nun, morgen klappt es nicht – doch 2011 ist ja auch nicht mehr weit …

 

(Stand 11/2009, Irrtümer vorbehalten)

twizy