Umwelt

Weitergedacht: Sicherheit und Recycling der Z.E.-Technik

Dass die emissionslosen Elektrofahrzeuge von Renault viel Fahrspaß bereiten, haben Europas Autotester einhellig bestätigt. Doch die „Idee Z.E.“ fängt nicht erst beim Losfahren an und hört beim Anhalten längst nicht auf. „Die Antriebstechnik haben wir definitiv im Griff. Aber wirklich kunden- und umweltfreundlich ist der Elektroantrieb nur dann, wenn der Hersteller auch die Aspekte Sicherheit und Recycling nachhaltig regelt“, betont Matthieu Tenenbaum, stellvertretender Direktor des Elektrofahrzeugprogramms der Renault Gruppe. In einem exklusiven Interview für die Wissensplattform www.sustainable-mobility.org erklärt er, warum Lithium-Ionen-Akkus für die Kunden von Renault die idealen Stromspeicher sind und wie die Marke eine 100-prozentige Sicherheit der Akkus erreicht.

Zunächst einmal die Frage: Warum hat sich Renault überhaupt für Lithium-Ionen-Akkus entschieden? „Wir sind überzeugt, dass diese Technologie gegenüber anderen Speichermedien viele Vorteile bietet – auch im Vergleich zu Nickel-Titan-Batterien, die in Elektrofahrzeugen anderer Hersteller zum Einsatz kommen“, bekräftigt Tenenbaum. „Erstens ermöglicht die hohe Energiedichte von Lithium große Reichweiten, die vorher nicht erreichbar waren. Zweitens bieten sie ausreichend Energie für eine Performance, die den Fahrleistungen benzingetriebener Mittelklasseautos in nichts nachsteht – sie ist eher besser. Und drittens sind sie extrem einfach in der Handhabung. Lithium-Ionen-Akkus sind immun gegen den sogenannten Memory-Effekt. Die Speicherleistung verschlechtert sich also nicht mit jedem Ladevorgang, sondern bleibt über lange Zeit gleichmäßig hoch. Daher können unsere Kunden die Akkus aufladen, wann sie wollen und solange sie wollen – eine halbe Stunde während des Einkaufs, zwei Stunden beim Konzertbesuch oder über Nacht zuhause – ohne die Dauerhaltbarkeit der Batterie zu gefährden.“

Bei jeder neuen Technologie taucht die Frage nach der Verfügbarkeit der Rohstoffe auf. Wie steht es bei Lithium? „Es gibt genügend Lithium auf der Welt“, entkräftet Matthieu Tenenbaum diese Befürchtung. „Außerdem arbeiten wir intensiv an Recycling-Lösungen, die uns erlauben, das Lithium aus gebrauchten Batterien zurückzugewinnen. Damit werden wir den Rohstoffbedarf im Batteriebau erheblich verringern. Durch die gemeinsame Forschung unseres Allianzpartners Nissan mit dem Elektronikkonzern NEC haben wir diese Technologie bereits gut im Griff.“

Renault bietet seinen Kunden eine der sichersten Modellpaletten der Welt. Wie reihen sich die Z.E-Modelle da ein? „Absolut nahtlos“, versichert Tenenbaum. „Wir bauen eine dreifache Sicherheit ein und testen sie rigoros. Beispielsweise mit dem sogenannten Nageltest. Dabei hämmern wir einen handelsüblichen Nagel in eine Batteriezelle und messen, ob es irgendeine chemische Reaktion gibt. Die Antwort: Es passiert nichts, unsere Zellen sind buchstäblich hieb- und stichfest. Dann betrachten wir die Unterbringung der Akkus im Auto. Sowohl die Batteriepacks selbst als auch die Fahrzeugstruktur sind an wesentlichen Punkten verstärkt. Die Batterien werden bei einem Aufprall nicht beschädigt. Das dritte Sicherheitslevel ist die elektronische Überwachung, die das Batteriepack bei einem Aufprall umgehend elektrisch isoliert. Damit erreichen wir 100 Prozent Sicherheit!“

Warum das Z.E-Konzept ein ganzes Paket cleverer Technologien ist, zeigt sich an einer weiteren Idee, die Tenenbaums Teams verfolgen: „Wir schaffen für die Batterien nach ihrem Einsatz im Fahrzeug einen zweiten Lebenszyklus: Sie werden eingesetzt, um stationär Energie zu speichern, etwa für Haushalte mit Solarpaneelen auf dem Dach. Durch unsere umfassende Betrachtung der Akku-Technologie können sich Kunden von Renault auf die Haltbarkeit, Sicherheit und Umweltfreundlichkeit unserer Z.E-Antriebe absolut verlassen.“

 

Quelle: www.sustaunable-mobility.org

(Stand 03/2010, Irrtümer vorbehalten)

Hinweis: Keine CO2-Emissionen bei der Nutzung des Fahrzeugs 

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