Die Renault-Nissan Allianz ist als unumstrittener Marktführer bei der Technologie von Elektroautos bekannt. Daher war es nur selbstverständlich, dass das Bündnis ein Dutzend Fahrzeuge zur UN-Klimakonferenz – die vom 28. November bis 9. Dezember in Durban (Südafrika) stattfand – entsandte. Es war das erste Mal, dass eine Flotte von Fahrzeugen ohne lokale Emissionen über afrikanische Straßen rollte. Die E-Mobile, namentlich der Renault Fluence Z.E. und der Nissan LEAF, wurden dabei als Shuttle-Service für die Delegierten der Konferenz eingesetzt. Beide Fahrzeugtypen standen den Teilnehmern auch für kostenlose Testfahrten zur Verfügung. Ebenfalls vor Ort: der emissionsfreie Cityflitzer Twizy. Mit ihm drehten Interessierte eine Probetour vom Veranstaltungsgelände bis hin zum Moses Mabhida Stadion und zurück. Hideaki Watanabe, Leiter der Zero-Emission-Aktivitäten bei Nissan und Renault, betonte anschließend: „Wir wollen Teil einer Lösung für eine nachhaltige Gesellschaft sein. Unsere Elektrofahrzeuge bieten eine kostengünstige und sinnvolle Alternative, um CO2-Emissionen zu reduzieren.“


Während Südafrika anstrebt, die führende afrikanische Nation in puncto sauberer Energie zu werden, gewinnt das Thema Elektromobilität in Europa immer stärker an Bedeutung. In Italien unterschrieben das Renault-Nissan Bündnis und der führende Energiekonzern ENI ein Abkkommen zur Förderung von E-Mobility. Dieser Vertrag beinhaltet den Austausch von Erfahrungen, Studien über Elektrofahrzeuge und Planungen für neue Ladestationen. Durch diese Vereinbarung untermauern die Allianz und ENI ihre Rollen als Pioniere des innovativen Individualverkehrs in Italien. Darüber hinaus schloss die Allianz am 26. Oktober mit der toskanischen Hauptstadt Florenz ein spezielles Abkommen, das den Einsatz von Z.E.-Fahrzeugen im örtlichen Tourismusverkehr garantiert. In der Stadt am Arno genießen Z.E.-Fahrer künftig zudem finanzielle Vorteile bei Maut- und Parkgebühren.
In Zukunft will auch die asiatische Republik Singapur auf Empfehlung der Renault-Nissan Allianz die Elektromobilität stärker fördern. Während der „Internationalen Energie Woche“ im Inselstaat verkündete die Regierung, dass künftig 60 Ladestationen für Elektrofahrzeuge installiert werden. Außerdem genießen die ersten 50 in Singapur verkauften Renault Fluence Z.E. und Nissan LEAF-Modelle 40 Prozent Preisnachlass. Als weiterer Kaufanreiz gilt: Die Importsteuer von 127 Prozent entfällt komplett. Der Fluence ist in Singapur ab Februar 2012 erhältlich. Der Kangoo Z.E. folgt nur wenige Zeit später.
Die türkischen Z.E.-Liebhaber kommen schon heute in den Genuss der lokal emissionsfreien Antriebs-Technologie: Die hochindustrialisierte Stadt Kocaeli hat am 12. Oktober ebenfalls eine Vereinbarung mit dem Renault-Nissan Bündnis getroffen. Der Schwerpunkt liegt im Ausbau des Netzwerks für Ladestationen. Mit Verkäufen von rund 100.000 Fahrzeugen ist die Türkei zum fünftstärksten Markt der Renault Gruppe aufgestiegen. Der Fluence Z.E. rollt im Renault Werk in Bursa vom Band und geht auch bald im Bosporus-Staat an den Start.
Ein ganz besonderes Projekt startet derweil die kleinste kanarische Insel El Hierro: Das Biosphären-Reservat im Atlantischen Ozean will das erste nachhaltige Eiland der Welt werden. Für dieses ehrgeizige Projekt holten sich die Einheimischen per Abkommen am 22. September die Expertise der Renault-Nissan Allianz und mit Endesa den größten spanischen Energieversorger ins Boot. Die Aufgabe der Renault-Nissan Kooperation: Sie soll den Aufbau eines Ladesystems mitgestalten, das mit den Z.E.-Modellen kompatibel sein wird.
Während halb Europa entweder tief in den nächsten Vorbereitungen steckt oder dem Verkauf des Fluence Z.E bereits entgegenblickt, konnte dieser Mann sich schon vorab freuen: Yann Arthus Bertrand ist ein französischer Fotograf, Journalist sowie Umweltaktivist und darf den Fluence für mehrere Monate testen. Bei der Präsentation am 9. Dezember im Renault Z.E.-Center in Boulogne-Billancourt zeigte er sich schon vorab begeistert: „Die Fahrzeuge von Renault Z.E. markieren den Durchbruch zum Schutze der Umwelt. CO2-Emissionen werden künftig drastisch reduziert. Das ist eine tolle Sache!“
(Stand 1/2012, Irrtümer vorbehalten)


