Umwelt

Vom Prinzen im Twizy und anderen elektrisierenden Momenten

Wir haben’s doch immer gesagt – Elektrofahrzeuge starten richtig flott. So auch Renault Kangoo Z.E.: Kaum war der rein elektrisch angetriebene City-Transporter in Frankreich auf den Markt, hat die französische Regierung einen Großauftrag platziert. Innerhalb der nächsten vier Jahre werden 15.637 Exemplare des emissionsfreien* City-Transporters an 19 namhafte Firmen ausgeliefert, darunter La Poste, das größte französische Postunternehmen. Renault hatte eine Ausschreibung für besonders emissionsarme Fahrzeuge im öffentlichen Dienst gewonnen und damit dem Kangoo Z.E. diesen Senkrechtstart ermöglicht.


Besonders großen Umwelt- und Klimanutzen entfalten die Z.E. Modelle, wenn sie mit „grünem“ Strom betrieben werden. Renault hat mit der Compagnie Nationale du Rhône (CNR) – Frankreichs führendem Erzeuger regenerativer Energien – ein zukunftsweisendes Abkommen geschlossen. CNR bietet in Frankreich für alle Käufer eines Renault Z.E. Modells ein Strompaket aus 100 Prozent erneuerbaren Energien an; Wasserkraft, Windkraft und Solarenergie.


Auch sonst bewegt sich viel im Heimatland der ersten Elektrofahrzeug-Flotte der Welt. Über den staatlichen Zuschuss von 5.000 Euro hinaus, den in Frankreich jeder Käufer eines Elektrofahrzeugs erhält, spendiert die Regionalregierung des Elsass noch einmal dieselbe Summe für die ersten 500 Neuzulassungen von Elektroautos im Elsass. Ein Beispiel fürs benachbarte Deutschland?


Hierzulande hat der Zentralverband des Deutschen Kfz-Gewerbe (ZDK) ein Zeichen gesetzt, indem er eines einführt: Das neue Logo „Fachbetrieb für Hybrid- und Elektrofahrzeuge“ weist Autofahrer zukünftig auf Betriebe hin, die für diese Fahrzeuge richtig ausgestattet sind und über qualifiziertes Fachpersonal verfügen. Renault selbst hat in Deutschland zum Start des Kangoo Z.E. zunächst 40 ausgewählte Partner als Z.E. Stützpunkte ausgewiesen. Einer davon, das Renault Autohaus Hermann, eröffnete kürzlich in Northeim sogar eine eigene Stromtankstelle.


Über königlichen Besuch freute sich die Belegschaft im Renault Werk Valladolid in Spanien. Dort hieß es schon vor dem Karnevalsauftakt am 11.11.11: „De Prinz kütt“. Für Nicht-Kölner: Der Prinz kommt. Seine Königliche Hoheit Félipe de Borbón, Prinz von Asturien und spanischer Thronfolger, besuchte die Twizy-Fertigung und betonte: „Für die spanische Industrie stellt der Einstieg in den Bau von Elektrofahrzeugen einen wichtigen Schritt dar.“ Natürlich drehte der technikbegeisterte Félipe auch gleich eine Runde in einem Vorserien-Exemplar des Twizy. Sein Urteil über den fröhlichen Flitzer: tolle Performance und dabei vorbildlich leise. Der 1,97 Meter große Prinz passte übrigens problemlos in den Zweisitzer.


Nicht nur Prominente wie der Sohn von König Juan Carlos sind ständig im Gespräch – immer mehr Menschen verfolgen online auch die Entwicklung der Zero Emission-Idee. Kürzlich durchbrach die Renault Z.E.-Seite auf der Internet-Plattform Facebook die Schallmauer von 10.000 „Followern“, wie die Freunde im sozialen Netzwerk genannt werden. Zur Feier des Tages stellte sich Carlos Tavares (Chief Operating Officer des Renault Konzerns) den Fragen der User. Eine davon: „Was halten Sie eigentlich von uns Bloggern?“ Offenbar viel, denn Tavares antwortete: „Ich glaube, ihr spiegelt ganz gut unsere Gesellschaft wider. Ihr stellt kritische Fragen und steht unserer Z.E. Idee sehr offen gegenüber.“ Im Internet werden die wirklich wichtigen Trends eben häufig etwas früher erkannt …

 

 

 

* Keine Emissionen im Fahrbetrieb
(Stand 11/2011, Irrtümer vorbehalten)

twizy