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Heisses Eisen feiert Geburtstag: 30 Jahre Renault Fuego

Eine im wahrsten Sinne des Wortes runde Sache: Auf dem Genfer Autosalon 1980 präsentierte Renault mit dem Fuego den heiß ersehnten Nachfolger der beiden Erfolgsmodelle Renault 15 und 17. Der vom Designer Michel Jardin konsequent nach den neusten Erkenntnissen der Aerodynamik gezeichnete und mit einer äußerst windschnittigen runden Karosserieform auftretende Sportler war ein richtig „heißes Eisen“ – und das nicht nur wegen seines Namens. Der Renault Fuego (spanisch für Feuer) basierte in technischer Hinsicht auf dem zwei Jahre zuvor erschienenen Renault 18. Die ansteigende Gürtellinie des Fuego und das von einer üppig dimensionierten Panoramascheibe dominierte Fließheck wirkten nicht nur feurig und spritzig, sie setzten auch sportliche Akzente. Die aerodynamische Form des modernen Sportlers wurde durch eine sich seitlich über das ganze Auto erstreckende Zierleiste unterstrichen, die an Kühlergrill-Lamellen erinnerte und symbolisch den Fahrtwind aufnahm.


Das Interieur des Fuego spiegelte den Zeitgeist der 80er wider: Schnörkellose und übersichtliche Instrumente dominierten das Cockpit des Sportcoupés. Dank seiner großen Heckklappe und der serienmäßig umklappbaren Rückbank verwandelte sich der Fuego in nur wenigen Handgriffen vom Sportler zum praktischen Allrounder und widerlegte somit die gängige Meinung, dass Coupés nicht alltagstauglich seien.


Die Motorenpalette des Fuego umfasste zunächst drei Benziner mit Leistungen von 64 PS bis zu 96 PS. Dank des geringen Gewichts von knapp über 1.000 Kilogramm und einer hervorragenden Aerodynamik reichte das, um selbst deutlich stärker motorisierten Fahrzeugen ordentlich einzuheizen.


Als Ergänzung zu den Benzinern bot Renault den Fuego ab 1982 sogar als Turbodiesel mit 88 PS und Fünfganggetriebe an – und nahm mit der Verwendung eines Diesel-Triebwerks in einem Sportcoupé eine Entwicklung vorweg, die erst gut 20 Jahre später wieder Aktualität erlangen sollte. Welches Potenzial in dem Coupé wirklich schlummerte, zeigte sich mit Markteinführung des Fuego Turbo im Jahr 1984. Äußerlich an den dezenten „Turbo“-Schriftzügen auf Türen und Heckscheibe zu erkennen, beschleunigten 132 PS das Spitzenmodell auf eine Höchstgeschwindigkeit von fast 200 km/h – ein für damalige Zeiten überaus beachtlicher Wert. In seiner Top-Motorisierung verfügte der Fuego zudem über vier Scheibenbremsen und fünf Vorwärtsgänge. Im Cockpit versorgte ein moderner Bordcomputer die Insassen mit aktuellen Daten zu Außentemperatur, Benzinverbrauch, Reichweite und Durchschnittsgeschwindigkeit.


Welch exzellentes Werk Renault mit dem Fuego gelungen war, belegt die Auszeichnung mit dem „Goldenen Lenkrad“, dass das Sportcoupé 1980 als allererstes Renault Modell gewann.


(Stand 10/2010, Irrtümer vorbehalten)