Die Männerwelt erfreut sich 1971 an überaus schönen Aussichten: Die so genannten Hot Pants stehen bei der Damenwelt hoch im Kurs und entwickeln sich schnell zum Modehit. Auch die automobile Welt hält in diesem Jahr besonders verführerische optische Reize bereit. Denn mit der Alpine A 310 stellt Renault den Nachfolger der legendären Alpine A 110 vor. Zwar werden beide Modelle weiterhin parallel gebaut – die Produktion der A 110 endet erst 1977 –, doch die A 310 repräsentiert ein völlig neues automobiles Konzept. Sie ist nicht mehr der kompromisslose Sportler, sondern kombiniert sportliche Fahrleistungen mit reichlich Luxus. Im Innenraum sorgen nun elektrische Fensterheber und weitere luxuriöse Ausstattungsdetails wie beispielsweise Velours für ein gesteigertes Wohlfühlambiente. Gleichzeitig wächst der Radstand um 17 Zentimeter auf 2,27 Meter. Das schafft Platz für zwei zusätzliche kleinere Sitze im Fond – ein weiteres Novum an Bord des Renault Alpine A 310.
Auch optisch markiert der Sportwagen den Übergang in eine neue Ära. Die runden Formen der A 110 weichen einem futuristischen Karosseriedesign, die insgesamt sechs hinter Plexiglas geschützten Scheinwerfer vermitteln Außenstehenden bei Nacht den Eindruck, als wohne man einer Ufo-Landung bei. Der Motor, der 1,6 Liter-Vierzylinder aus dem Renault 16 TS, verrichtet auch im Renault Alpine A 110 1600 S sowie im SC/SI seinen Dienst. Er schickt 115 PS an die Hinterräder. Zwei Jahre nach der Markteinführung sorgt 1973 die elektronische Einspritzanlage aus dem Renault 17 in der Alpine A 310 für ein Leistungsplus. Fortan garantieren 124 PS nochmals gesteigerte Fahrleistungen. 1976 rundet im Renault Alpine A 310 SX ein 95 PS starker 1,6 Liter-Vierzylinder die Motorenpalette nach unten ab.



