Mit vereinten Kräften: Am 7. April 2010 unterschrieben Carlos Ghosn, CEO der Renault-Nissan Allianz, und Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, in der belgischen Hauptstadt Brüssel eine Vereinbarung zur weitreichenden Zusammenarbeit der beiden Unternehmen. Beide Konzernchefs stellten bei dieser Gelegenheit vor allem die aus der Kooperation resultierenden positiven Synergie-Effekte heraus. „Daimler und Renault-Nissan verbinden in zahlreichen Feldern gemeinsame Interessen, die eine vielversprechende Grundlage für eine erfolgreiche, strategisch sinnvolle Kooperation bilden“, verdeutlichte Dr. Zetsche. „Diese basiert auf einer Reihe konkreter und attraktiver Projektvereinbarungen. Unsere Kompetenzen ergänzen sich dabei perfekt.“
Sein Verhandlungspartner Ghosn ergänzte: „Die Renault–Nissan Allianz verfügt über Erfahrung in puncto erfolgreicher Zusammenarbeit innerhalb von Kooperationen. Durch die heutige Vereinbarung bauen wir unsere strategische Zusammenarbeit aus und erzielen durch den Ausbau und die gemeinsame Stärkung unserer Produktangebote nachhaltige Vorteile für die Renault-Nissan Allianz und Daimler. Wir nutzen alle gemeinsamen Ressourcen noch effizienter, um die innovativen Technologien zu entwickeln, die im kommenden Jahrzehnt unerlässlich sind.“
Die Zusammenarbeit basiert zunächst auf drei Säulen:
Die Partner entwickeln eine gemeinsame Kleinwagen-Plattform, auf der unter anderem die kommende Generation des Renault Twingo aufbauen wird.
Im Motorenbereich greifen die Partner gegenseitig auf Aggregate zurück, mit denen sie ihre jeweilige Angebotspalette sinnvoll ergänzen können. Gleichzeitig garantiert der Austausch, dass alle Partner ihre Produktionskapazitäten optimal auslasten. Zudem ist die gemeinsame Entwicklung künftiger Triebwerks-Generationen vorgesehen.
Auch im Bereich der Leichten Nutzfahrzeuge arbeiten die Unternehmen eng zusammen. So wird Mercedes-Benz seine Palette 2012 um ein neues Einstiegsmodell auf Renault Basis erweitern, das zudem im Renault Werk im französischen Maubeuge produziert wird.
Das Leitmotiv bei sämtlichen Ausprägungen der Zusammenarbeit ist dabei stets das Steigern der Wettbewerbsfähigkeit – unter anderem durch höhere Volumina, das Teilen von Entwicklungskosten sowie den damit einhergehenden Skaleneffekten. Die Kunden profitieren gleichzeitig von einer größeren Produktauswahl und modernsten Technologien zu attraktiven Preisen.
Weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit beispielsweise im Bereich der Elektrofahrzeuge und der damit zusammenhängenden Batterietechnologie werden von den Experten beider Unternehmen derzeit geprüft.
Bei aller Symbiose – eines stellten die neuen Partner unzweifelhaft klar: „Wir wissen, dass wir auch bei gemeinsamen Architekturen jeweils unterschiedliche und markentypische Produkte entstehen lassen können“, erklärte Dr. Zetsche stellvertretend für beide. „Die Markenidentitäten bleiben unberührt.“
(Stand 04/2010, Irrtümer vorbehalten)


